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Idee & Durchführung
Holger Bleck, Wiener Kammeroper

Musik
Fassung für Kammeroper nach W. A. Mozart

Instrumentation
Wolfgang Liebhart

Text
Emanuel Schikaneder

Text-Arrangement & Regie
Gabriel Barylli

Dirigent
Daniel Hoyem-Cavazza

Ausstattung
Thomas Goerge

Licht
Lukas Kaltenbäck

Solisten
Claudia Camie (Königin der Nacht), Judith Halász (Pamina),
Bryan Rothfuss (Papageno), Thomas Tischler (Tamino),
Arno Weinländer (Sarastro) u. a.

Orchester
Orchester der Wiener Kammeroper

Premiere & Uraufführung
15.12.2005

Wiederaufnahme Wiener Opernsommer
21.07.2006

Ort
Wiener Kammeroper

Tickets & Info
Wiener Kammeroper,
Fleischmarkt 24, 1010 Wien
Tel. +43-1-512 01 00?77
E-mail: ticket@wienerkammeroper.at

Web
www.wienerkammeroper.at

Sarastros Traum von der Zauberflöte - gekürzt


Auftragswerk

Dieses Opernprojekt beleuchtet die Zauberflöte aus einer anderen Perspektive. Als Basis für diese raffinierte Bearbeitung dienen dabei Streichungen, geänderte Reihenfolgen der Arien sowie die instrumentale Konzentration auf ein Kammerensemble.

„Was wäre, wenn man erzählen würde, dass es zwischen den erbittertsten Feinden einmal Frieden gegeben hat? Und Liebe? Was wäre, wenn man erzählen würde, dass jede Liebe eine Prüfung erleben muss, um zu erfahren, was Unerschütterlichkeit heißt? Die größte Prüfung besteht in einer Frage, auf die der wissende Geist keine Lösung finden kann. Die Grausamkeit einer Trennung, für die es keinen Anlass gibt, ist der Kern des Unbegreiflichen, das wir Schicksal nennen. In diesem Moment, in dem das Denken verzweifelt, beginnt die Ahnung der Hingabe. Die Ahnung des Grenzenlosen. Die Ahnung, dass Weisheit dann erlebt wird, wenn das Ego aufgibt. „Schweigen", die größte aller Prüfungen, verlangt, dass der Kampf um die Macht aufgegeben wird. „Vergebung" ist das Ziel auf dem Weg, der keine Rache mehr kennen will.
Was wäre, wenn wir erzählen, dass Liebe durch die Feuerprobe der Nähe und die Wasserprobe der Einsamkeit gehen muss, um Tiefe zu erhalten? Was wäre, wenn Sarastro seiner Frau in Liebe die Hand reicht - und sie auf Rache verzichtet? Es wäre Sarastros Traum ." (Gabriel Barylli)

„Ganz in der Tradition der von Schönberg initiierten Hauskonzerte im Rahmen seiner? musikalischen Privataufführungen’ hat der aus Kärnten stammende österreichische Komponist Wolfgang Liebhart, der an der Kunstuniversität Wien bei Francis Burt und anschließend an der University of Sussex Brighton bei Jonathan Harvey Komposition studierte, die musikalische Substanz des Werkes nicht verändert. Alles ist und bleibt Mozart; ohne eine Note „Liebhart". Lediglich das Orchester wird von ihm auf ein nötiges Minimum reduziert." (Holger Bleck)

Die Handlung der Kammeroper-Zauberflöte wurde von Gabriel Barylli bearbeitet, der das Wesen der Zauberflöte durch Reduktion und Komprimierung des Librettos von einer anderen Seite her neu erschließt. Der Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Barylli wurde 1957 in Wien geboren. Er absolvierte seine Schauspielausbildung am Wiener Max-Reinhardt-Seminar. Es folgten Engagements am Burgtheater, Berliner Schillertheater, bei den Salzburger Festspielen sowie am Theater in der Josefstadt. 1980 debütierte Gabriel Barylli als Filmschauspieler in der Titelrolle von Schüler Gerber nach dem Roman von Friedrich Torberg. Seit Mitte der 80er Jahre ist Barylli literarisch tätig.

„Die vorliegende Partitur ist keine weitere Bearbeitung der Mozartschen Zauberflöte . Sarastros Traum orientiert sich zwar am Libretto Schikaneders, der Handlungsstrang wurde jedoch verändert und die agierenden Figuren auf acht Protagonisten reduziert. Die von Gabriel Barylli konzipierte Alternative zu Mozarts Original sowie ein Kammerensemble, bestehend aus maximal elf Musikern, waren der Ausgangspunkt für Liebharts Instrumentation. Von zwei Ausnahmen (Harmonium, Vibraphon) abgesehen, finden sich alle Instrumente des Ensembles auch im klassischen Mozart-Orchester wieder.
Nicht die Klanglichkeit Mozarts nachzuahmen, sondern dem Geiste seiner Musik zu entsprechen, war dabei die oberste Priorität von Liebharts Arbeit. Als Quellen dienten ihm verschiedene Mozarteditionen, Klavierauszüge sowie Sekundarliteratur. Artikulation, Dynamik sowie Vorzeichen wurden bei korrespondierenden Stellen teilweise ergänzt. Um den Sängern in ihrer Rolle größtmögliche Gestaltungsfreiheit zu bieten, bleiben die Dynamikangaben in den Vokalstimmen nahezu zur Gänze ausgespart.Sarastros Traum

Am Ende steht wieder die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart, jedoch verändert: eine Kammeroper, eine Zauberflöte - gekürzt .
ist ein konzentriertes musikalisches Kammerspiel, konzipiert für kleine und mittlere Bühnen, und nicht zuletzt der Reduktion auf die wesentlichen Akteure wegen auch besonders für junge und jüngste Opernliebhaber zu empfehlen." (Wolfgang Liebhart)


Ein Auftragswerk von WIENER MOZARTJAHR 2006 in Kooperation mit der Wiener Kammeroper

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