Idee Patricia Adkins Chiti
Organisation Fondazione Adkins Chiti: Donne in Musica und WIENER MOZARTJAHR 2006
Musik & Text Maria Teresa Agnesi Pinottini
Dirigent Riccardo Martinini
Regie Patricia Adkins Chiti
Choreographie Mario Piazza
Solisten Michele DAbundo, Carmela Marina Fabbiano, Marina di Marco, Valentina Molinari
Tänzer Ludovic Party, Alessia Cutigni, Marilisa Puppi
Orchester, Chor Coro ed Orchestra del Centro Italiano di Musica Antica
Premiere 21.09.2006, 19:00
Folgetermine 22., 23.09.06, jeweils 19:00
Ort Schlosstheater Schönbrunn, Schloss Schönbrunn, 1130 Wien
Tickets & Info Tel. : +43-1-58 999
www.wien-ticket.at
Web
www.donneinmusica.org |
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Ulisse in Campania
Eine Serenata" von Maria Teresa Agnesi Pinottini (1720-1795) im Schlosstheater Schönbrunn Das Gastspiel Ulisse in Campania rückt eine Komponistin aus der Zeit W. A. Mozarts ins Licht, die die Fondazione Adkins Chiti: Donne in Musica" aus der Vergessenheit holen will. Das Werk wird vom Orchestra Barocca Italiana, dem Coro da camera del CIMA und jungen italienischen Solisten unter der musikalischen Leitung von Riccardo Martinini realisiert. Regie führt Patricia Adkins Chiti, die Präsidentin und Gründerin der Stiftung.
Ulisse in Campania wurde von Patricia Adkins Chiti als Manuskript in einer Bibliothek gefunden, Adkins Chiti hat den Druck der Partitur und der Orchesterstimmen sowie die Zusammenstellung eines Aufführungsteams initiiert. Das Werk wurde seit über 200 Jahren nicht mehr gespielt und kommt im September 2006 als Gastspiel für drei Aufführungen nach Wien, wo es im authentischen Rahmen des Schlosstheaters Schönbrunn zu sehen sein wird.
Maria Teresa Agnesi Pinottini Die Komponistin wurde 1720 in Mailand geboren. Schon als junges Mädchen verblüffte Maria Teresa Agnesi, Tochter eines angesehenen Mailänder Mathematikers, Besucher mit ihrem Gesang und Harfenspiel, aber auch mit eigenen Kompositionen. Sie wuchs in einem gut situierten Haus mit insgesamt 22 Kindern auf. 1747 wurde Maria Teresas erstes musiktheatralisches Werk Il restauro dArcadia in Mailand uraufgeführt. 1752 heiratete sie Pier Antonio Pinottini, die Ehe blieb kinderlos. Ihr Salon stand Musikern und wichtigen Persönlichkeiten offen: 1770 nahmen Vater und Sohn Mozart während des ersten Aufenthalts der Mozarts in Mailand an einer Soirée im Hause Pinottini teil. Weitere Opern folgten, unter anderem Ciro in Armenia, 1753 im Teatro Ducale in Mailand uraufgeführt, und Sofonisba (Neapel 1765). Insubria consolata wurde 1766 ebenfalls in Mailand zu Ehren von Beatrice dEste und Erzherzog Ferdinand aufgeführt.
Ulisse in Campania trägt die Bezeichnung Serenata", ist aber ein abendfüllendes Werk, dessen Libretto Agnesi Pinottini selbst verfasst hat. Die in ihrem Leben immer wieder auftauchende Verbindung zu Österreich zeigt sich auch hier: Sie komponierte das Werk 1768 zur Feier der Hochzeit des Königs Ferdinand von Neapel mit Prinzessin Maria Karolina, einer Tochter der Kaiserin Maria Theresia. Von Agnesi Pinottini gibt es weiters die Vertonung des Metastasio-Librettos von Il re pastore , das auch von Mozart 1775 in Musik gesetzt wurde. Insgesamt schrieb sie sieben Opern, davon drei auf eigene Libretti, Kammermusik und Lieder. Einige Arien wurden Kaiserin Maria Theresia gewidmet und diese, so wird überliefert, hat sie immer wieder gesungen. Diese hochtalentierte und über Jahrhunderte vergessene Komponistin wiederzuentdecken ist das Ziel dieser Produktion. Der Rahmen des barocken und pittoresken Schlosstheaters Schönbrunn ist dafür denkbar geeignet.
Ein Projekt der Fondazione Adkins Chiti: Donne in Musica in Kooperation mit WIENER MOZARTJAHR 2006
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