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Idee
Michael Sturminger

Durchführung
Theater an der Wien und WIENER MOZARTJAHR 2006

Musik
Bernhard Lang

Text und Regie
Michael Sturminger

Ausstattung
Renate Martin & Andreas Donhauser

Dirigent
Johannes Kalitzke

Orchester
Klangforum Wien

Solisten
Salome Kammer, Florian Boesch u. a.

Premiere & Uraufführung
08.11.2006

Ort
Theater an der Wien,
Linke Wienzeile 6, 1060 Wien

Tickets & Info
Wien Ticket,
Tel: +43-1-588 85
www.wien-ticket.at

Web
www.theater-wien.at
www.wienmozart2006.at

I hate Mozart


Auftragswerk

I hate Mozart , ein Auftragswerk von WIENER MOZARTJAHR 2006 an Michael Sturminger und Bernhard Lang, thematisiert als abendfüllendes Musiktheater die künstlerische Auseinandersetzung mit Mozart, seiner Musik und seiner Person:

Ein junger, hochbegabter Dirigent, der sich mit einer Mischung aus Charme und Ehrgeiz selbst zum erfolgreichen Genie stilisiert und seine Karriere eisern vorantreibt, steht im Mittelpunkt dieses turbulenten Reigens im künstlerischen Milieu. Er plant als neues Projekt eine Mozartoper. In einem kunterbunten Durcheinander aus Liebe und Betrug, Eifersucht und Verrat treffen seine Frau, sein Agent, die Sänger und Musiker, mit denen er arbeitet, sowie auch Kritiker, Intendanten und Politiker aufeinander. Die Begegnungen sind von persönlichen Machtkämpfen und Intrigen geprägt, aber auch von tiefgehenden sentimentalen Momenten. Die Protagonisten machen ihre persönliche Arbeit mit Mozart dabei zum Spiegel ihres Ringens mit dem Leben. In den verschiedenen Räumen, in denen sie sich mit Mozarts Musik beschäftigen - von der großen Bühne bis zur Theaterkantine, vom Büro bis zum Schlafzimmer des Intendanten, vom Proberaum für Orchestermusiker bis zur Fußgängerzone - werden die Protagonisten des Stückes an-einander sowie an Mozart leiden; oder sich mit ihm trösten.

Der Kern dieser Produktion liegt im beinahe zwangsläufigen Scheitern an Mozart. Zorn und Resignation, Depression und Verzweiflung kommen dabei zum Ausbruch, letzten Endes zeigt der Abend jedoch auf, dass Mozart und seine Musik immer dem Menschen in seiner Unvollkommenheit verbunden bleiben. Daher ist auch das Scheitern oft mit einem tröstlichen und letztlich beglückenden Mozart-Erlebnis verbunden.

Das als Neuproduktion des Theaters an der Wien produzierte Auftragswerk ist in einer Abfolge von verschiedenen, assoziativ miteinander verknüpften Szenen eine zeitgemäße künstlerische Auseinandersetzung mit Mozart, die das Wachsen und Sich-Messen am Genie des unerreichbaren Vorbildes zeigt. Die Musik Mozarts, namentlich seine Arien, Ensembles und Instrumentalstücke, dienen dabei als Basis für den Aufbruch in die elektronischen und computergesteuerten Klangwelten Bernhard Langs. Daneben verwendet Lang aber auch ein zwanzigköpfiges Orchester, das sowohl den klassischen Ton eines Mozartensembles trifft, als auch den Anforderungen von zeitgenössischen Kompositionstechniken entspricht, sowie ein aus Sängern und Schauspielern geformtes szenisches Ensemble.

Indem sie einen Blick hinter die Kulissen eines Opernhauses werfen, zeigen der Wiener Librettist und Regisseur Michael Sturminger sowie der aus Linz stammende Komponist Bernhard Lang ironisch das Scheitern an den Ansprüchen, die Mozart an seine Interpreten stellt. Nie wird bei all dem Instrumentalisieren und Vorspielen von Gefühlen auf und hinter der Bühne genau deutlich, was nun Realität und was lediglich Klischee ist. Der Abend macht so die besondere Bedeutung Mozarts für Musik und Leben unserer Zeit auf eine ebenso humorvolle und ironische wie ernsthafte Weise erlebbar. Die Gleichzeitigkeit von Tiefe und Leichtigkeit, von sprühender Lebensfreude und Leidensfähigkeit macht die Beschäftigung mit Mozarts Werk zur beglückenden und gleichzeitig unerfüllbaren Aufgabe

I hate Mozart erweckt den uralten Topos vom Theater im Theater neu zum Leben.

Der Komponist Bernhard Lang, der nach seiner primären musikalischen Ausbildung in Linz Philosophie und Germanistik sowie Klavier und Komposition in Graz studierte, lebt seit 1999 als freischaffender Komponist in Wien. Seit 2003 ist er Professor für Komposition an der Kunstuniversität Graz.

Der Librettist und Regisseur Michael Sturminger studierte an der Wiener Filmhochschule Drehbuch, Dramaturgie und Regie. Seit 1990 arbeitet er als Autor und Regisseur im Film- und Theaterbereich, u. a. an der Wiener Volksoper oder am Opernhaus Zürich.

Ein Auftragswerk von WIENER MOZARTJAHR 2006 Eine Produktion des Theater an der Wien in Kooperation mit WIENER MOZARTJAHR 2006

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