Wiener Mozartjahr - DEUTSCHE VERSION
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MOZART-TWO-6

Produktionsleitung
Silvia Kargl

Musik
W. A. Mozart & Fazil Say

Choreographie & Ausstattung Elio Gervasi

Mitwirkende
Fazil Say (Klavier), Celalettin Bigel (Ney), Burcu Soysev (Sopran), Aykut Köserleli (Kudum)

Tanz
Tanz Company Gervasi (Esther Koller, Leonie Wahl, Tae Hee Kim, Alexander Gottfarb, Karl Schreiner, Radek Hewelt)

Uraufführung
01.02.2006, 20:30

Termine
02.02. & 03.02.2006, 20:30

Ort
Tanzquartier Wien, Halle G

Tickets & Info
Tanzquartier Wien, Studios
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Tel. / Phone: +43-1-581 35 91
E-mail: tanzquartier@tqw.at

Web
www.fazilsay.net
www.tanz.company.gervasi.at   www.tqw.at

Informationen zum MuseumsQuartier Wien auf:
www.mqw.at Elio Gervasi und seine Tanz-Company Gervasi kreieren eine Choreographie nach Musik von Mozart und Fazil Say. Say selbst begleitet die Aufführungen am Klavier. Elio Gervasi und seine Tanz-Company Gervasi kreieren eine Choreographie nach Musik von Mozart und Fazil Say. Say selbst begleitet die Aufführungen am Klavier.

Der international renommierte Pianist und Komponist Fazil Say erarbeitet zusammen mit dem gefragten Choreographen Elio Gervasi ein neues Stück. Inspiriert von Mozarts Musik, komponiert Fazil Say erstmals für ein Tanzensemble. Die Uraufführung seines Quartetts für Klavier, Sopran, Ney und Percussion wird im musikalischen Ablauf mit Klavierwerken Mozarts kombiniert, Say begleitet die Aufführungen live auf der Bühne.

Mozarts Musik, die oftmals als tänzerisch bezeichnet wird, gibt Choreographen nicht zuletzt durch ihre Fülle an Themen und durch rasche Tempi viele Rätsel auf. Mit ihrer zeitgenössischen Annäherung an Mozart gehen Say und Gervasi nun einen ganz neuen Weg. Say komponiert ohne zuvor festgelegte Inhalte. Seine pianistische Mozart-Interpretation, die neue Komposition und die dabei entstehenden inneren Bilder geben der Choreographie kreative Impulse. Und auch Bewegungen Fazil Says fließen in Gervasis Choreographie ein.

Die Tanz Company Gervasi ist ein herausragendes zeitgenössisches Tanzensemble. Die Choreographie wird von Gervasi gemeinsam mit seinen Tänzern entwickelt. Gervasi kreiert mit Phantasie, seine Bewegungssprache schöpft er aus persönlichen Erfahrungen wie aus seiner ausgeprägten Beobachtungsgabe. In Verbindung mit der Musik und den von ihm selbst mitgestalteten Bühnenräumen entstehen bewegte Bilder voll zarter Stimmungen.

Mit ihrer Zusammenarbeit setzen der Choreograph Elio Gervasi und der Komponist Fazil Say ein Signal, dass Tanz auch alleine aus und mit der Musik entstehen kann. Nicht historische Zitate, sondern die intensive Auseinandersetzung mit Mozart in unserer Zeit sorgt für eine gelungene Verbindung musikalischer und visueller Dimensionen.

Plattform für junge Musiker


Idee und Organisation
Michael Lessky

Dirigent
Michael Lessky

Regie
Silvia Armbruster

Mitwirkende
Rebecca Nelsen (Fiordiligi), Rita Schneider (Dorabella), Ursula Ruperti (Despina), Rafael Alvarez (Ferrando), Matthias Helm (Guglielmo), Steffen Rössler (Don Alfonso)

Orchester
Junge Philharmonie Wien

Ort
Schönbrunner Schlosstheater

Termine
17. u. 19.09.2006, jeweils 19:30

Tickets
Wien-Ticket
Tel.: +43-1-58885
www.wien-ticket.at
Schönbrunner Schlosstheater


Web
www.wienmozart2006.at
www.jungephilharmonie.at Mozarts Meisterwerk in einer freien Opernproduktion mit der Jungen Philharmonie unter Michael Lessky Junge Künstler kommen im Wiener Mozartjahr verstärkt zu Wort: Gemeinsam mit dem Herbert von Karajan Centrum Wien wurde ein junges internationales Sängerensemble zusammengestellt und mit der Jungen Philharmonie Wien Österreichs „Elite-Nachwuchsorchester“, das bereits mehrmalige Opernerfahrungen aufweisen kann und zuletzt auch José Carreras begleitete, engagiert.

Dirigent der Produktion ist Michael Lessky, der einen Teil seines musikalischen Werdegangs bei Claudio Abbado verbrachte und ihm bei dessen Produktionen von „Figaro“ und „Cosi“ assisitierte.

Die Münchner Regisseurin Silvia Armbruster hat eine neue, zeitgemäße deutsche Übersetzung der Oper erstellt. Sie war bereits mehrmals in Wien zu Gast war, unter anderem am Volkstheater und mit einer dramatisierten Version von Goethes „Wahlverwandtschaften“.

Diese junge und flotte Produktion von Mozarts „Schule der Liebenden“ folgt natürlich dem musikalischen und textlichen Original allerdings mit der Besonderheit, diese in einer deutsch/italienischen Fassung zu erleben.

Aufführung von "Ulisse in Campania" von Maria Teresa Agnesi Pinottini (Zeitgenossin Mozarts)

Idee
Patricia Adkins Chiti

Organisation
Fondazione Adkins Chiti: Donne in Musica und
WIENER MOZARTJAHR 2006

Musik & Text
Maria Teresa Agnesi Pinottini

Dirigent
Riccardo Martinini

Regie
Patricia Adkins Chiti

Choreographie
Mario Piazza

Solisten
Michele D’Abundo, Carmela Marina Fabbiano,
Marina di Marco, Valentina Molinari

Tänzer
Ludovic Party, Alessia Cutigni, Marilisa Puppi

Orchester, Chor 
Coro ed Orchestra del Centro Italiano di Musica Antica

Premiere
21.09.2006, 19:00

Folgetermine
22., 23.09.06, jeweils 19:00

Ort
Schlosstheater Schönbrunn,
Schloss Schönbrunn,
1130 Wien

Tickets & Info
Tel. : +43-1-58 999
www.wien-ticket.at

Web
www.donneinmusica.org Eine "Serenata" von Mozarts Zeitgenossin Maria Teresa Agnesi Pinottini (1720-1795) im Schlosstheater Schönbrunn Eine „Serenata" von Maria Teresa Agnesi Pinottini (1720-1795) im Schlosstheater Schönbrunn

Das Gastspiel Ulisse in Campania rückt eine Komponistin aus der Zeit W. A. Mozarts ins Licht, die die „Fondazione Adkins Chiti: Donne in Musica" aus der Vergessenheit holen will. Das Werk wird vom Orchestra Barocca Italiana, dem Coro da camera del CIMA und jungen italienischen Solisten unter der musikalischen Leitung von Riccardo Martinini realisiert. Regie führt Patricia Adkins Chiti, die Präsidentin und Gründerin der Stiftung.
Ulisse in Campania wurde von Patricia Adkins Chiti als Manuskript in einer Bibliothek gefunden, Adkins Chiti hat den Druck der Partitur und der Orchesterstimmen sowie die Zusammenstellung eines Aufführungsteams initiiert. Das Werk wurde seit über 200 Jahren nicht mehr gespielt und kommt im September 2006 als Gastspiel für drei Aufführungen nach Wien, wo es im authentischen Rahmen des Schlosstheaters Schönbrunn zu sehen sein wird.

Maria Teresa Agnesi Pinottini
Die Komponistin wurde 1720 in Mailand geboren. Schon als junges Mädchen verblüffte Maria Teresa Agnesi, Tochter eines angesehenen Mailänder Mathematikers, Besucher mit ihrem Gesang und Harfenspiel, aber auch mit eigenen Kompositionen. Sie wuchs in einem gut situierten Haus mit insgesamt 22 Kindern auf. 1747 wurde Maria Teresas erstes musiktheatralisches Werk Il restauro d’Arcadia in Mailand uraufgeführt. 1752 heiratete sie Pier Antonio Pinottini, die Ehe blieb kinderlos. Ihr Salon stand Musikern und wichtigen Persönlichkeiten offen: 1770 nahmen Vater und Sohn Mozart während des ersten Aufenthalts der Mozarts in Mailand an einer Soirée im Hause Pinottini teil.
Weitere Opern folgten, unter anderem Ciro in Armenia, 1753 im Teatro Ducale in Mailand uraufgeführt, und Sofonisba (Neapel 1765). Insubria consolata wurde 1766 ebenfalls in Mailand zu Ehren von Beatrice d’Este und Erzherzog Ferdinand aufgeführt.
Ulisse in Campania trägt die Bezeichnung „Serenata", ist aber ein abendfüllendes Werk, dessen Libretto Agnesi Pinottini selbst verfasst hat. Die in ihrem Leben immer wieder auftauchende Verbindung zu Österreich zeigt sich auch hier: Sie komponierte das Werk 1768 zur Feier der Hochzeit des Königs Ferdinand von Neapel mit Prinzessin Maria Karolina, einer Tochter der Kaiserin Maria Theresia. Von Agnesi Pinottini gibt es weiters die Vertonung des Metastasio-Librettos von Il re pastore , das auch von Mozart 1775 in Musik gesetzt wurde. Insgesamt schrieb sie sieben Opern, davon drei auf eigene Libretti, Kammermusik und Lieder. Einige Arien wurden Kaiserin Maria Theresia gewidmet und diese, so wird überliefert, hat sie immer wieder gesungen.
Diese hochtalentierte und über Jahrhunderte vergessene Komponistin wiederzuentdecken ist das Ziel dieser Produktion. Der Rahmen des barocken und pittoresken Schlosstheaters Schönbrunn ist dafür denkbar geeignet.


Sarastros Traum von der Zauberflöte - gekürzt

Idee & Durchführung
Holger Bleck, Wiener Kammeroper

Musik
Fassung für Kammeroper nach W. A. Mozart

Instrumentation
Wolfgang Liebhart

Text
Emanuel Schikaneder

Text-Arrangement & Regie
Gabriel Barylli

Dirigent
Daniel Hoyem-Cavazza

Ausstattung
Thomas Goerge

Licht
Lukas Kaltenbäck

Solisten
Claudia Camie (Königin der Nacht), Judith Halász (Pamina),
Bryan Rothfuss (Papageno), Thomas Tischler (Tamino),
Arno Weinländer (Sarastro) u. a.

Orchester
Orchester der Wiener Kammeroper

Premiere & Uraufführung
15.12.2005

Wiederaufnahme Wiener Opernsommer
21.07.2006

Ort
Wiener Kammeroper

Tickets & Info
Wiener Kammeroper,
Fleischmarkt 24, 1010 Wien
Tel. +43-1-512 01 00?77
E-mail: ticket@wienerkammeroper.at

Web
www.wienerkammeroper.at beleuchtet die Zauberflöte aus einer anderen Perspektive. Als Basis dienen dabei Streichungen, geänderte Reihenfolgen sowie die instrumentale Konzentration auf ein Kammerensemble.
Dieses Opernprojekt beleuchtet die Zauberflöte aus einer anderen Perspektive. Als Basis für diese raffinierte Bearbeitung dienen dabei Streichungen, geänderte Reihenfolgen der Arien sowie die instrumentale Konzentration auf ein Kammerensemble.

„Was wäre, wenn man erzählen würde, dass es zwischen den erbittertsten Feinden einmal Frieden gegeben hat? Und Liebe? Was wäre, wenn man erzählen würde, dass jede Liebe eine Prüfung erleben muss, um zu erfahren, was Unerschütterlichkeit heißt? Die größte Prüfung besteht in einer Frage, auf die der wissende Geist keine Lösung finden kann. Die Grausamkeit einer Trennung, für die es keinen Anlass gibt, ist der Kern des Unbegreiflichen, das wir Schicksal nennen. In diesem Moment, in dem das Denken verzweifelt, beginnt die Ahnung der Hingabe. Die Ahnung des Grenzenlosen. Die Ahnung, dass Weisheit dann erlebt wird, wenn das Ego aufgibt. „Schweigen", die größte aller Prüfungen, verlangt, dass der Kampf um die Macht aufgegeben wird. „Vergebung" ist das Ziel auf dem Weg, der keine Rache mehr kennen will.
Was wäre, wenn wir erzählen, dass Liebe durch die Feuerprobe der Nähe und die Wasserprobe der Einsamkeit gehen muss, um Tiefe zu erhalten? Was wäre, wenn Sarastro seiner Frau in Liebe die Hand reicht - und sie auf Rache verzichtet? Es wäre Sarastros Traum ." (Gabriel Barylli)

„Ganz in der Tradition der von Schönberg initiierten Hauskonzerte im Rahmen seiner? musikalischen Privataufführungen’ hat der aus Kärnten stammende österreichische Komponist Wolfgang Liebhart, der an der Kunstuniversität Wien bei Francis Burt und anschließend an der University of Sussex Brighton bei Jonathan Harvey Komposition studierte, die musikalische Substanz des Werkes nicht verändert. Alles ist und bleibt Mozart; ohne eine Note „Liebhart". Lediglich das Orchester wird von ihm auf ein nötiges Minimum reduziert." (Holger Bleck)

Die Handlung der Kammeroper-Zauberflöte wurde von Gabriel Barylli bearbeitet, der das Wesen der Zauberflöte durch Reduktion und Komprimierung des Librettos von einer anderen Seite her neu erschließt. Der Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Barylli wurde 1957 in Wien geboren. Er absolvierte seine Schauspielausbildung am Wiener Max-Reinhardt-Seminar. Es folgten Engagements am Burgtheater, Berliner Schillertheater, bei den Salzburger Festspielen sowie am Theater in der Josefstadt. 1980 debütierte Gabriel Barylli als Filmschauspieler in der Titelrolle von Schüler Gerber nach dem Roman von Friedrich Torberg. Seit Mitte der 80er Jahre ist Barylli literarisch tätig.

„Die vorliegende Partitur ist keine weitere Bearbeitung der Mozartschen Zauberflöte . Sarastros Traum orientiert sich zwar am Libretto Schikaneders, der Handlungsstrang wurde jedoch verändert und die agierenden Figuren auf acht Protagonisten reduziert. Die von Gabriel Barylli konzipierte Alternative zu Mozarts Original sowie ein Kammerensemble, bestehend aus maximal elf Musikern, waren der Ausgangspunkt für Liebharts Instrumentation. Von zwei Ausnahmen (Harmonium, Vibraphon) abgesehen, finden sich alle Instrumente des Ensembles auch im klassischen Mozart-Orchester wieder.
Nicht die Klanglichkeit Mozarts nachzuahmen, sondern dem Geiste seiner Musik zu entsprechen, war dabei die oberste Priorität von Liebharts Arbeit. Als Quellen dienten ihm verschiedene Mozarteditionen, Klavierauszüge sowie Sekundarliteratur. Artikulation, Dynamik sowie Vorzeichen wurden bei korrespondierenden Stellen teilweise ergänzt. Um den Sängern in ihrer Rolle größtmögliche Gestaltungsfreiheit zu bieten, bleiben die Dynamikangaben in den Vokalstimmen nahezu zur Gänze ausgespart.Sarastros Traum

Am Ende steht wieder die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart, jedoch verändert: eine Kammeroper, eine Zauberflöte - gekürzt .
ist ein konzentriertes musikalisches Kammerspiel, konzipiert für kleine und mittlere Bühnen, und nicht zuletzt der Reduktion auf die wesentlichen Akteure wegen auch besonders für junge und jüngste Opernliebhaber zu empfehlen." (Wolfgang Liebhart)

Die Weberischen - Ein Bänkelgesang (Arbeitstitel)

Durchführung
Vereinigte Bühnen Wien

Musik
Martyn Jacques, Christian Kolonovits

Text
Felix Mitterer

Dirigent
Christian Kolonovits

Regie
Stephanie Mohr

Bühnenbild
Miriam Busch

Kostüme
Alfred Mayerhofer

Lichtdesign
Nicole Berry

Sounddesign
Martin Mayer, Claus Bühler (Sounddesign Tiger Lillies)

Mitwirkende
Martyn Jacques/Tiger Lillies, Ruth Brauer (Sofie), Eva Maria Marold (Josefa), Robert Meyer (Cilly), Tanja Schleiff (Konstanze), Anne Weber (Aloisia)

Orchester
Orchester der Vereinigten Bühnen Wien

Premiere
28.08.2006

Folgevorstellungen
bis inkl. 21.09.2006 täglich außer Montag

Ort
Halle E im MuseumsQuartier,
Museumsplatz 1, 1070 Wien
www.halleneg.at

Tickets
Wien Ticket,
Tel: +43-1-58 885,
www.wien-ticket.at
Infocenter WIENER MOZARTJAHR 2006,
Tel. +43-1-58999

Web
www.musicalvienna.at

Informationen zum MuseumsQuartier Wien auf:
www.mqw.at Der Kopf der Kult-Band „Tiger Lillies", Martyn Jacques, hat die Musik zu dem von Felix Mitterer für WIENER MOZARTJAHR 2006 entworfenen Theatertext komponiert. Der Kopf der Kult-Band "Tiger Lillies", Martyn Jacques, hat die Musik zu dem von Felix Mitterer für WIENER MOZARTJAHR 2006 entworfenen Theatertext gemacht. So entstand ein Black Comedy Musical in englisch-österreichischer Kooperation: Die Weberischen - Mozarts leben, erzählt anhand der Weberischen Frauen.

Auftritt - nein, nicht Mozart! - nicht ein Mann! Die „Weberischen" - Cäcilia (Cilly) Weber und ihre vier Töchter (Josepha, Aloysia, Constanze und Sophie) - haben weiß Gott genug davon (von den Männern) verbraucht! Zwar fängt ein gewisser Herr Schikaneder den Bänkelsang an, aber bei seinem Falsett weiß man nicht, ob er sich nicht ganz schnell als Frau entpuppen wird? Und außer diesem gab’s Webers, Langes, Nissens, Herzöge, Lebemänner und - nicht zu vergessen - zwei Mozart-Buben. Sie alle betreten aber nicht den Kampfplatz dieses Frauengeschwaders, von dem Felix Mitterers Bänkelgesang erzählt. Außer gelegentlichen Schwangerschaften, die passieren, auch gelegentlich gezielt herbeigeführt oder abgebrochen werden, haben die fünf
Weberischen immer das Heft in der Hand, streiten heftig untereinander, sind aber den Männern immer irgendwie überlegen.


Ab 1778, als Mozart zweiundzwanzig Jahre alt war und ihnen in Mannheim ins Netz ging, haben sich die Weberischen in seiner Nähe herumgetrieben, haben ihn gedemütigt, bewundert, um ihn gerittert, seine Kompositionen gesungen (oder manchmal auch anders an den Mann gebracht) und ihn immer wieder ausgenommen. Jede der Töchter nach ihrem Charakter - die von Liebe übervolle Sophie, die Diva Aloysia, die faule Constanze, die sich zu nichts aufraffen kann, und Josepha, die einzige Arbeiterin im Stall der geldgierigen Cilly.
Alle fünf sind durch ihn in die Geschichte eingegangen. Ob sie Mozart Kinder geboren oder seine Opernfiguren kreiert haben, ob sie sein Geld zum Fenster hinausgeworfen oder ihm welches geliehen haben (denn auch das kam vor!), nach dem Bruch mit Salzburg und dem Abschied vom Vater Leopold waren die Weberischen Mozarts Familie. Allerdings blieb er immer im Nebenzimmer, wie aus dem Nest geworfen, und die Weiber Weber haben es sich untereinander ausgemacht. Mozart ist (wie gesagt) der Auftritt hier nicht gegönnt, nur als Toter liegt er auf der Bühne - das Bild: Er wird versorgt, beerbt, geliebt und vernichtet von diesen Weberischen!


Die britische Ausnahmeband „Tiger Lillies", deren Frontmann Martyn Jacques für die Songs und die Falsett-Interpretation von Schikaneders Bänkelgesang sowie, gemeinsam mit Christian Kolonovits, für die Musik des Abends verantwortlich zeichnet, bringt gemeinsam mit einem großen Orchester und fünf hochkalibrig singenden Schauspielerinnen diese Mozartreminiszenz eines der wichtigsten Autoren Österreichs auf die Bühne.


Autor Felix Mitterer wurde 1948 in Achenkirch / Tirol geboren und vom Landarbeiterehepaar Mitterer als Adoptivkind aufgezogen. Anfang der 1960er Jahre besuchte er die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck, danach war Mitterer zehn Jahre lang beim Innsbrucker Zollamt tätig. Erste Texte erschienen 1970/71 im Rundfunk, in Zeitungen und Literaturzeitschriften. Seit 1995 lebt Felix Mitterer in seiner Wahlheimat Irland. Er ist Autor zahlreicher bekannter Theaterstücke, Drehbücher, Hörspiele und Kindergeschichten. In seinem ersten Theaterstück Kein Platz für Idioten spielte Mitterer selbst erfolgreich die Hauptrolle, auch in der Folge absolvierte er neben seiner literarischen Arbeit immer wieder Auftritte als Schauspieler.


Felix Mitterer hat sich hartnäckig mit unbequemen Themen befasst. Nationalsozialismus, Homosexualität, Terrorismus, Behinderung - immer legt er in seinen Stücken verdrängte und unausgesprochene Probleme offen und schafft damit Raum für Kritik", hieß es in der Juroren-Begründung zum Ernst-Toller-Literaturpreis 2001. Zuletzt erhielt Mitterer den Prix Italia 2004 für das Hörspiel Die Beichte.


Martyn Jacques, der Gründer der „Tiger Lillies", hat seine Wurzeln im verruchten Londoner Stadtteil Soho. In seinen Liedern beschreibt er Prostituierte, Drogenabhängige und andere Verlierer. Aus Jacques Feder stammt die Musik zu Shockheaded Peter, für seine Leistung als Theatermusiker wurde er mit dem begehrten Olivier Award ausgezeichnet.

Zauberflöte 06

Produzent
NEUE OPER WIEN

Musik
Thomas Pernes

Text
Gloria G. & Thomas Pernes

Musikalische Leitung
Walter Kobéra

Regie
Andreas Leisner

Ausstattung
Walter Schütze

Lichtdesign
Norbert Chmel

Dramaturgie
Alexandra Noël

Solisten
Maria Droulou, Steven Gallop, Petra Halper-König, Alexander Kaimbacher, Maida Karisik, Gerhard Karzel, Dieter Kschwendt-Michel, Rebecca Nelsen, Mamuka Nikolaishvili

Orchester
amadeus ensemble-wien

Chor
Chor der Neuen Oper Wien

Einstudierung
Michael Grohotolsky

Premiere / Uraufführung
19.03.2006, 19:30

Termine
29., 30. & 31.03.2006, 19:30

Ort
Halle E im MuseumsQuartier,
Museumsplatz 1, 1070 Wien
www.halleneg.at

Tickets & Info
Neue Oper Wien
Tel. +43-1-218 25 67,
www.neueoperwien.at
Wien Ticket,
Tel. +43-1-588 85,
www.wien-ticket.at

Web
www.neueoperwien.at

Informationen zum MuseumsQuartier Wien auf:
www.mqw.at von Thomas Pernes, ist eine NEUE Zauberflöte, in der die Figuren der Mozart-Oper in einem anderen, neuen Spiel agieren. Ein junger Mann bricht an einem Scheidepunkt seines Lebens zusammen. Indem er aus der einen Welt flieht, tut sich ihm im Moment des Zusammenbruchs eine andere Welt auf, die scheinbar ein Traum ist - bis deren Züge immer realer werden, die Grenzen zwischen Fik-tion und Realität vollends verschwimmen. In diesem Dämmerzustand lernt er die Licht- und Schattenseiten des Daseins kennen, erkennt er die Abgründe der eigenen Seele. Aus den ihn umgebenden Gestalten schälen sich märchenhafte Figuren heraus; je weiter er sich diesen Schemen hingibt, desto mehr mutiert sein Erkenntnisprozess zum Albtraum.

Aus dem so traumhaften Fest des Beginns, auf das der junge Mann, Tamino genannt, gerät, wird ein wahrer Horrortrip. Die souveräne und gütige Lichtgestalt eines Sarastro erscheint unversehens als ein pathologisch weltverbessernder Größenwahnsinniger. Die Pervertierung humanistischer Ideale wird zur Bedrohung unserer Gesellschaft, zur existenziellen Gefahr für das Individuum.

Die Oper Zauberflöte 06 des Komponisten Thomas Pernes und der Autorin Gloria G., wirkt wie ein Brennglas. Sie hält mit dem Wissen um die Vergangenheit den Blick fest auf die Gegenwart gerichtet, entdeckt in ihr jenseits der schillernden und märchenhaften Oberfläche die menschliche und gesellschaftliche Zerrüttung. Es kommt zum Brand, zur Feuerprobe für Taminos Seele und die menschlichen Werte. Substantieller Bestandteil dieses Analyseansatzes ist die Mutation des Bekannten und Vertrauten: Wer steckt heute hinter Sarastro, wer kann heute noch eine Königin der Nacht sein? Das Spiel mit geliebten Gestalten des Schikanederschen Vorstadtspektakels fördert ungeahnte Verbindungen mit unserer Umwelt zutage, greift aus den tausend Möglichkeiten der Wahrnehmung eine heutige und geschärfte Sichtweise heraus. Zauberflöte 06 führt diesen Ansatz, der spielerisch und unverfänglich beginnt, kompromisslos zu Ende. In der Katastrophe der Feuer- und Wasserprobe im Heute, im Weiterdenken des Ursprungsmaterials findet sich ein Kern, der ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft sein kann.

Die Verbindung zwischen Rezeption der Vergangenheit, Blick auf die Gegenwart und Vision einer Zukunft spiegelt sich in der Komposition: „Wir haben die Zauberflöte im Kopf, seitdem wir Kinder sind. Damit müssen wir umgehen", so Pernes. Die Verbindung zu Mozarts Zauberflöte ist für ihn, durch die Bezugnahme auf den Raum gegeben, der sich zwischen Mozart als historische Gestalt und der Gegenwart auftut. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bietet die Chance einer Neupositionierung und zugleich die phantastische Möglichkeit, mit dieser Rückendeckung einen Blick in eine Zukunft zu werfen.

Für Pernes ist die Gefühlsebene wesentlich. Musik und Libretto besitzen einen hohen Verschmelzungsgrad, ausschlaggebend für das Drama ist die musikalische Dramaturgie. Die Kupplungspunkte zu Mozart ergeben sich durch die Haltung, die Pernes Mozart gegenüber musikalisch äußert. Ohne die Errungenschaften der neuen Musik zu verleugnen, schafft er Knotenpunkte zu Mozarts Klangsprache. Ausschlaggebend ist für ihn neben dem tiefen Respekt vor Mozart die Intuition, die innere, sich selbst kontrollierende Logik der musikalischen Sprache.

Regisseur Andreas Leisner und Ausstatter Walter Schütze stellen die Problematik des Individuums, das sich in seinem gesellschaftlichen Umfeld nicht mehr zurechtfindet, und die Perversion des Pseudo-Humanismus der heutigen Führungseliten in den Mittelpunkt der Inszenierung. Dabei klingt das Thema der Globalisierung ebenso an, wie die dem Stück innewohnende Geschlechterproblematik. In einer deutlichen Reduktion auf das Wesentliche setzen sie sich mit den in der Zauberflöte 06 gestellten Fragen nach menschlichen Grundwerten und ihrem Stellenwert in unserer Gegenwart auseinander. Wie in der Musik wird das Spiel mit den Erwartungshaltungen des Zuschauers ebenso Bestandteil der Inszenierung wie das Verschwimmen der Grenzen zwischen Realität und Bühne.

Don Juan wird Sechzig

Don Juan hat viele Gesichter. Der österreichische Komponist Dirk D`Ase und der Wiener Dichter Robert Schindel haben sich in Don Juan wird sechzig vorgenommen, diese zu ergründen. Don Juan hat viele Gesichter. Der aus Antwerpen stammende österreichische Komponist Dirk D’Ase und der Wiener Dichter Robert Schindel haben sich in dem Auftragswerk Don Juan wird sechzig vorgenommen, diese zu ergründen. Die Kombination aus Schindels kreativ poetischer Sprache und D’Ases höchst emotionaler und klangfarbenreicher Musik verspricht einen spannenden Opernabend. Für seine bereits sechste abendfüllende Oper fand Dirk D’Ase in Robert Schindel einen kongenialen Librettisten, der auf brillante Art und Weise in seinem ersten Opernlibretto einen Don Juan der Jetztzeit schuf.

Joschi Herzog, ein reicher Erbe, fällt angesichts seines bevorstehenden 60. Geburtstages in eine tiefe Melancholie. Die vielen Frauen, die er geliebt hat, sind wie verschwunden. Sein Freund Konstantin macht ihm den Vorschlag, die drei wichtigsten seiner Frauen nochmals zu verführen. Bei welcher der drei ihm das am besten gelingt, mit der solle er alt werden in Ruhe und Frieden.

Die erste, die Herzog auswählt, ist Juli. In Paris zur Zeit des Existentialismus treffen sie auf Jean-Paul Sartre und die Beauvoir. Auch mit Katharina und Deborah unternimmt er Reisen zu Zeitpunkten, die später als historisch gelten. Nach diesen Zeitreisen sitzt Herzog wieder in seinem Ohrensessel und verflucht sein Leben. Da läutet es, eine wunderbare Frau erscheint. Sie, Maja, ist die vollendete Komposition aus Juli, Katharina und Deborah. Sie sinken einander überglücklich in die Arme. Die Geburtstagsgäste treffen ein und finden ihn tot mit dem Champagnerglas in der Hand.
Don Juan wird sechzig ist die Geschichte eines Mannes, der nicht zu altern versteht. Es ist ein Meisterstück des Teufels, dass ausgerechnet der Mensch, der bei entscheidenden Paradigmenwechseln des 20. Jahrhunderts persönlich dabei war, sich selbst und seine Zeit nicht zu lesen versteht. Liegt es am reichen Erbe oder an der Unauslotbarkeit des Don-Juanesken Charakters?

„Alles, was ich mache, suche ich im und aus dem Leben", formuliert Dirk D’Ase eine Art künstlerisches Credo. Dieses ist nicht nur in den vitalen Zügen seiner Instrumentalmusik existent, sondern auch in den menschlich-zwischenmenschlichen Konflikten, mit denen sich D’Ase in seinen Opern auseinander setzt. Die Welt, die Menschen, das Leben, alles basiert für ihn auf Emotionen, denen man sich stellen muss. Ihn interessiert die direkte und unmittelbare Kommunikation: den Bauch zu treffen und im Bauch getroffen zu werden.

Dirk D’Ase setzt sich in seiner Musik zentral mit den besonderen Eigenschaften und Klangfarben der Instrumente und der menschlichen Stimme auseinander. Er entwickelt geschmeidige charakterisierende Gesangs- und Instrumentallinien, die freitonal große Intervallsprünge mit Tonrepetitionen sinnfällig und eingängig verbinden. D’Ase hat sich eine eigene rhythmische Technik erworben, die zu einem Merkmal seiner Kompositionen geworden ist. Sie basiert auf dem Grundprinzip afrikanischer traditioneller Musik, die Anregungen holte er sich dafür bei Feldforschungen auf ausgedehnten Afrikareisen. Konzerte mit schwarzafrikanischen Musikern, ob bei traditioneller oder Township Music, boten D’Ase erstklassigen Anschauungsunterricht spontan-unmittelbaren und begeistert-begeisternden Musizierens. Technisch gesehen sind es vor allem die verschraubten Strukturen so genannter inhärenter Pattern, welche er in seine Kompositionen einfließen lässt, komplexe Rhythmen, die als solche nicht gespielte, aber wahrnehmbare virtuelle Linien hörbar werden lassen. Diese Technik verwendet D’Ase auch in der Klanggestaltung, indem er individuelle Melodien zu einer neuen virtuellen Klanglichkeit zusammenwachsen lässt. D’Ase arbeitet häufig mit kleinen Notenwerten, macht die Musik dadurch aufgeladener und dichter, setzt dies aber immer wieder in Kontrast zu langsamen Kantilenen. Geschwindigkeit und Dichte, gepaart mit großen auf der Dramaturgie des Stoffes basierenden Spannungsbögen, können als Leitsätze über D’Ases Musikschaffen stehen.

Odio Mozart / I hate Mozart

Idee
Michael Sturminger

Durchführung
Theater an der Wien und WIENER MOZARTJAHR 2006

Musik
Bernhard Lang

Text und Regie
Michael Sturminger

Ausstattung
Renate Martin & Andreas Donhauser

Dirigent
Johannes Kalitzke

Orchester
Klangforum Wien

Solisten
Salome Kammer, Florian Boesch u. a.

Premiere & Uraufführung
08.11.2006

Ort
Theater an der Wien,
Linke Wienzeile 6, 1060 Wien

Tickets & Info
Wien Ticket,
Tel: +43-1-588 85
www.wien-ticket.at

Web
www.theater-wien.at
www.wienmozart2006.at Von Michael Sturminger und Bernhard Lang, thematisiert als abendfüllendes Musiktheater die künstlerische Auseinandersetzung mit Mozart, seiner Musik und seiner Person. I hate Mozart , ein Auftragswerk von WIENER MOZARTJAHR 2006 an Michael Sturminger und Bernhard Lang, thematisiert als abendfüllendes Musiktheater die künstlerische Auseinandersetzung mit Mozart, seiner Musik und seiner Person:

Ein junger, hochbegabter Dirigent, der sich mit einer Mischung aus Charme und Ehrgeiz selbst zum erfolgreichen Genie stilisiert und seine Karriere eisern vorantreibt, steht im Mittelpunkt dieses turbulenten Reigens im künstlerischen Milieu. Er plant als neues Projekt eine Mozartoper. In einem kunterbunten Durcheinander aus Liebe und Betrug, Eifersucht und Verrat treffen seine Frau, sein Agent, die Sänger und Musiker, mit denen er arbeitet, sowie auch Kritiker, Intendanten und Politiker aufeinander. Die Begegnungen sind von persönlichen Machtkämpfen und Intrigen geprägt, aber auch von tiefgehenden sentimentalen Momenten. Die Protagonisten machen ihre persönliche Arbeit mit Mozart dabei zum Spiegel ihres Ringens mit dem Leben. In den verschiedenen Räumen, in denen sie sich mit Mozarts Musik beschäftigen - von der großen Bühne bis zur Theaterkantine, vom Büro bis zum Schlafzimmer des Intendanten, vom Proberaum für Orchestermusiker bis zur Fußgängerzone - werden die Protagonisten des Stückes an-einander sowie an Mozart leiden; oder sich mit ihm trösten.

Der Kern dieser Produktion liegt im beinahe zwangsläufigen Scheitern an Mozart. Zorn und Resignation, Depression und Verzweiflung kommen dabei zum Ausbruch, letzten Endes zeigt der Abend jedoch auf, dass Mozart und seine Musik immer dem Menschen in seiner Unvollkommenheit verbunden bleiben. Daher ist auch das Scheitern oft mit einem tröstlichen und letztlich beglückenden Mozart-Erlebnis verbunden.

Das als Neuproduktion des Theaters an der Wien produzierte Auftragswerk ist in einer Abfolge von verschiedenen, assoziativ miteinander verknüpften Szenen eine zeitgemäße künstlerische Auseinandersetzung mit Mozart, die das Wachsen und Sich-Messen am Genie des unerreichbaren Vorbildes zeigt. Die Musik Mozarts, namentlich seine Arien, Ensembles und Instrumentalstücke, dienen dabei als Basis für den Aufbruch in die elektronischen und computergesteuerten Klangwelten Bernhard Langs. Daneben verwendet Lang aber auch ein zwanzigköpfiges Orchester, das sowohl den klassischen Ton eines Mozartensembles trifft, als auch den Anforderungen von zeitgenössischen Kompositionstechniken entspricht, sowie ein aus Sängern und Schauspielern geformtes szenisches Ensemble.

Indem sie einen Blick hinter die Kulissen eines Opernhauses werfen, zeigen der Wiener Librettist und Regisseur Michael Sturminger sowie der aus Linz stammende Komponist Bernhard Lang ironisch das Scheitern an den Ansprüchen, die Mozart an seine Interpreten stellt. Nie wird bei all dem Instrumentalisieren und Vorspielen von Gefühlen auf und hinter der Bühne genau deutlich, was nun Realität und was lediglich Klischee ist. Der Abend macht so die besondere Bedeutung Mozarts für Musik und Leben unserer Zeit auf eine ebenso humorvolle und ironische wie ernsthafte Weise erlebbar. Die Gleichzeitigkeit von Tiefe und Leichtigkeit, von sprühender Lebensfreude und Leidensfähigkeit macht die Beschäftigung mit Mozarts Werk zur beglückenden und gleichzeitig unerfüllbaren Aufgabe

I hate Mozart erweckt den uralten Topos vom Theater im Theater neu zum Leben.

Der Komponist Bernhard Lang, der nach seiner primären musikalischen Ausbildung in Linz Philosophie und Germanistik sowie Klavier und Komposition in Graz studierte, lebt seit 1999 als freischaffender Komponist in Wien. Seit 2003 ist er Professor für Komposition an der Kunstuniversität Graz.

Der Librettist und Regisseur Michael Sturminger studierte an der Wiener Filmhochschule Drehbuch, Dramaturgie und Regie. Seit 1990 arbeitet er als Autor und Regisseur im Film- und Theaterbereich, u. a. an der Wiener Volksoper oder am Opernhaus Zürich.

Tanz Atelier Wien

Musik
W. A. Mozart

Choreographie
Sebastian Prantl

Mitwirkende
Wiener Sängerknaben , Cecilia Li (Klavier)

Termine
09. & 16.03.2006, 19:30

Ort
Lange Kasematte im Wiener Palais Coburg
Coburgbastei 4, 1010 Wien

Tickets
Tel.: +43-1-522 60 44
E-mail: office@tanzatelierwien.at

Web
www.palais-coburg.com
www.wsk.at
www.tanzatelierwien.at
www.cecilia-li.com Sebastian Prantl (Choreograph), das Ensemble Tanz Atelier Wien, Cecilia Li (Konzertpianistin) und die Wiener Sängerknaben verbinden musikalische und räumliche Inhalte.
Sebastian Prantl (Choreograph), das Ensemble Tanz Atelier Wien, Cecilia Li (Konzertpianistin) und die Wiener Sängerknaben verbinden musikalische und räumliche Inhalte.

Die Lange Kasematte des Wiener Palais Coburg ist ein rares Relikt der Renaissance-Befestigungsanlagen Wiens. Ihr ganz spezielles Raumgefüge manifestiert sich bei „Spazio Divertimento" in den choreographischen Strukturen von Sebastian Prantl, vereint mit dem einzigartigen Klangkörper der Wiener Sängerknaben und dem besonderen Gestus des Tanz Atelier Wien-Ensembles.

Das musikdramaturgische Konzept der virtuosen Interpretin Cecilia Li vernetzt choristische Leitmotive mit solistisch theatralen Ereignissen, die Formation der Wiener Sängerknaben wird in Bewegung gesetzt und in das gesamtdramaturgische Konzept miteinbezogen. So entsteht in zwei Stufen (9. und 16. März 2006) ein theatrales Ereignis, das dem Publikum ein einmaliges Kunst-Erlebnis verspricht.

Sebastian Prantl gilt als eine der Schlüsselfiguren der freien österreichischen Tanzlandschaft. U. a. erhielt er 1996 den Europäischen Kulturpreis und 1997 den ersten Österreichischen Tanzproduktionspreis, und auch international zählt er zur Spitze (Beijing Art Festival, Taipei Opera House, Amsterdam Hochschule für Tanz, Tanz Hochschule Stockholm etc.).

Entführung aus dem Serail auf türkisch

Organisation
Schauspielhaus Wien

Musik
W. A. Mozart

Musikalische Leitung/Bearbeitung/Übersetzung
Serdar Yalçın

Inszenierung
Ibrahim Quraishi

Bühnenbild
Stefanie Wilhelm

Kostüme
Aziz

Dramaturgie
Gabriel Smeets

Neue Textfassung
Ibrahim Quraishi,Gabriel Smeets

Video Design
marc Perroud aka tz?d

Korrepetition
Hiroyo Masumura

Ensemble
Serap Gögüs, Çigdem Soyarslan, Görkem Ezgi Yildirim, Michael Doumas, Erdem Erdogan, Ali Murat Erengül, Martin Niedermair



Orchester
Dirigat / Klavier: Serdar Yalçin / Martin Fuchsberger
1. Kanun: Didem Basar Dermen
2. Kanun: Güniz Yilmaz
Kemançe: Binnaz Çelik
Oud: Eren Özek
Klarinette: Turgut Aktas


Premiere
19. September

Folgetermine
Täglich außer Montag bis 1. November 2006
Keine Aufführungen von 4. bis 7. Oktober 2006.

Ort
Schauspielhaus Wien

Tickets & Info
Schauspielhaus Wien GmbH, Porzellang. 19, 1090 Wien
Tel. : +43-1-317 01 01-18
E-mail: welcome@schauspielhaus.at

Web
www.schauspielhaus.at

Mit der Produktion Saray präsentiert das Schauspielhaus eine umfassende Neubearbeitung des Mozart-Singspiels Die Entführung aus dem Serail . Mit der Produktion Saray wird das Schauspielhaus im Rahmen von WIENER MOZARTJAHR 2006 eine umfassende Neubearbeitung des Mozart-Singspiels Die Entführung aus dem Serail präsentieren und somit die Serie der Opern-Neuinterpretationen nach Poppea und Hoffmanns Erzählungen am Haus fortsetzen.

Entworfen für ein Ensemble hervorragender türkischer Sänger und Musiker, geht es in Saray aber um mehr als Liebe, Intrigen und ein klassisches „Happy End". Mozarts mit türkischen Instrumenten und umgedrehten Rollen heute neu interpretierte Komposition macht das Aufeinanderprallen zweier Kulturen zum Thema. Sie schafft gleichzeitig Raum für eine Auseinandersetzung mit der jahrhundertealten Beziehung Wien - Istanbul und den Strukturen westlicher und islamischer Religionen und Gesellschaften. Ausgehend von Mozarts Singspiel wird eine theatrale Form entwickelt, die Oper, Singspiel, Musical, Satire, Tragödie und moderne Seifenoper in sich vereint und in ihrer musikalischen Umsetzung Vergangenheit und Gegenwart verbindet. So werden mit Seraglio - Saray Grenzen überschritten und Türen geöffnet, die einem neuen Publikum den unverklärten Blick auf eine multikulturelle Wirklichkeit mit all ihren Herausforderungen ermöglichen.

Der Kaffee wurde einst von den Türken eingeführt und sogar den Apfelstrudel verdanken wir im Wesentlichen den ehemaligen Belagerern.
Heute stellt die türkische Gemeinschaft die größte nicht österreichische ethnische Gruppe in Wien dar. Was könnte hier und jetzt also stimmiger sein als eine Oper, die in einem türkischen Bordell spielt.

Für die musikalische Leitung, Bearbeitung und Übersetzung ins Türkische konnte Serdar Yalçın gewonnen werden. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent und Übersetzer von Libretti an der Oper in Istanbul ist er in der türkischen Musikszene für seine Bearbeitungen und Kompositionen bekannt. Regie führt der in Pakistan geborene Regisseur und Multimediakünstler Ibrahim Quraishi. Als künstlerischer Leiter von Faim de Siecle arbeitet er regelmäßig in Europa, den USA und Asien.

Requiem für Piccoletto

Produzent
NEUE OPER WIEN

Musik
Dieter Kaufmann

Text
Josef Winkler

Musikalische Leitung
Walter Kobéra

Regie und Bühnenbild
Alexander Kubelka

Choreographie
Bert Gstettner

Kostüme
Devi Saha

Licht
Norbert Chmel

Dramaturgie
Alexandra Noël

Orchester
amadeus ensemble-wien

Mitwirkende
Elena Denisova (Solovioline), Jowita Sip (Sopran), Gunda König (Sprecherin), Manuel Rubey (Sprecher)
Tanz*Hotel - Peter Beil, Udo Kawasser, Julio Lepe, Ina Rager (Tänzer)

Vokalensemble
Agnes Scheibelreiter, Tamara Gallo, Elena Suvorova, Elisabeth Lang, Roman Payer, Gernot Heinrich, Thomas Weinhappel, Michael Schwendinger

Einstudierung
Michael Grohotolsky

Premiere & Uraufführung
28.03.2006, 19:30

Termine
01. & 02.04.2006, 19:30 (Die Vorstellung am 03.04. wurde abgesagt)

Ort
Halle E im MuseumsQuartier,
Museumsplatz 1, 1070 Wien
www.halleneg.at

Tickets & Info
Neue Oper Wien
Tel. +43-1-218 25 67
www.neueoperwien.at

Wien Ticket,
Tel. +43-1-588 85
www.wien-ticket.at

Web
www.neueoperwien.at

Informationen zum MuseumsQuartier Wien auf
www.mqw.at wort - spiel - tanz - bild - oper. Requiem für Piccoletto ist neues Musiktheater, als Auseinandersetzung mit Funktion und Form der Oper in unserer Zeit. Aus großer Entfernung betrachtet, wirkt die Erde wie ein Globus, ihre Oberfläche wie eine Landkarte. Kommen wir näher, taucht das Leben auf, die Stadt, der Markt, der Petersplatz: Rom. Mitten drin steht Piccoletto, der halbwüchsige Markthelfer, umgeben von all der toten Natur, die da zum Verkauf angeboten wird: Natura morta, geschlachtete und ausgerissene Natur, in ihrer auf alle Sinne wirkenden Buntheit.


Josef Winkler entwirft in Natura Morta mit einer Flut von Bildern und Handlungen ein kolossales „Wort-Gemälde", ein authentisches Abbild der menschlichen Existenz. Wie durch das Objektiv einer Kamera betrachtet, erzählt er vom multilateralen und ambivalenten Treiben auf Roms Straßen und schafft damit auch die Basis für einen Opernabend, der sich den seelischen Höhen und Tiefen wie den Abgründen der menschlichen Existenz verpflichtet fühlt. Winklers „Textmaschine" saugt unentwegt Beobachtungen auf, fixiert sie in vielfältigen, vor Sinnlichkeit strotzenden Sätzen und modelliert „das Leben selbst" aus Sprache. Er beschreibt die menschliche Natur zart und sensibel wie auch in grausigen Übersteigerungen, überladen wie ein barockes Stillleben.


Der Held dieser Oper ist nicht das junge frühvollendete Genie, nicht der alte Mann, der die Schlüssel dieser Stadt endlich aus der Hand gibt, es ist der junge Unbekannte, dem hier ein Denkmal gesetzt wird. Die Geschichte nimmt eine unerwartete Wendung und macht den Unbedeutenden zum Unvollendeten, das Subjekt der Begierde zum Objekt des Mitleids. Er selbst wird „natura morta".


Die Oper Requiem für Piccoletto von Dieter Kaufmann, der den Originaltext von Winkler zur Grundlage seiner Komposition gemacht hat, ist ein Versuch, den „Ist-Zustand" einer Gesellschaft und die Reaktionen des Individuums auf diesen Zustand abzubilden.

Eine Wanderung durch Fischgedärm, Blut, Abwaschwasser, Rinderhirn, Fleischerhaken, Schmutz und Abfall führt uns zu Menschen der sozialen Peripherie. Natura Morta hat jedoch keine kontinuierliche Handlungsebene. Einzig Piccoletto, dem Sohn der Feigenverkäuferin, der in Winklers Text nach zwei Dritteln von einem Feuerwehrwagen überfahren wird, merkt man aufgrund der Häufigkeit seines Auftretens an, dass seine Figur zwischen allen anderen eine besondere ist.


Die Oper nähert sich der Römischen Novelle Josef Winklers, - von der Marcel Reich-Ranicki begeistert sagte, sie sei „eine große poetische Etüde über die Vergänglichkeit des Daseins, ein sehr sinnliches Buch" - wie mit einem Fernrohr aus dem Weltall. Aber Winklers Opern-Text geht über die Römische Novelle hinaus. In einer sechsteiligen Anrufung des „Heiligen Vaters" setzt er kritische Bezüge zur aktuellen Rolle der Kirche fort, die bereits im Gloria des zweiten Teils der Komposition angeklungen waren, und in einem Epilog rechnet der tote Piccoletto sozusagen vom Himmel herab mit der Vergangenheit seiner Eltern ab. Hier wie dort geht es um die Fragwürdigkeit von Hierarchien. Auch in der mit Sprechern, neun Vokalisten, 18 Instrumentalisten, Tänzern, Filmen und Elektronik besetzten Musik liegen Trauer und Aufbegehren, Sinn und Sinnlichkeit im Wechselspiel.

In der Inszenierung von Alexander Kubelka „erscheint" der tote Piccoletto schon am Beginn der Oper einem blinden Mädchen in ihrem Wohnzimmer. Die von Kubelka frei erfundene Rahmenhandlung lässt eine „Beziehung" zwischen dem blinden Mädchen und dem Erzähler Piccoletto entstehen. Die Erzählungen Piccolettos lösen in dem Mädchen Phantasien aus, die in ihrem Wohnzimmer „Realität" werden. Kubelka stellt Gier, Wollust, Schrecken und den Vatikan einer imaginären und phantastischen Liebesgeschichte zwischen dem zutiefst gläubigen Mädchen und dem zärtlich-lustvollen Piccoletto gegenüber. Es entsteht ein umfassender Spannungs- und Bilderbogen aus traumartiger Vielgestaltigkeit und realistischer Reduktion. Ein Opernabend voll Lebenslust und Todesnähe.

Weigl, Joseph: Die Schweizer Familie

Idee & Organisation
Till Gerrit Waidelich, Uri Rom

Musik
Joseph Weigl

Text
Ignaz Franz Castelli

Dirigent
Uri Rom

Regie
Kristina Leopold

Dramaturgie & wissenschaftliche Beratung
Till Gerrit Waidelich

Bühnenbild
Elena Peytchinska, Stephanie Rauch

Kostüme
Mascha Schubert, Mareike Wulff

Licht
Jan Lukas

Maske
Manuela Kroke

Produktionsleitung
Sören Mund

Mitwirkende
Marília Vargas, Julia Baumeister, Olivia Vermeulen, Roman Payer, Robert Maszl, Petri Mikael Pöyhönen, Tobias Müller-Kopp, Stephan Bootz

Orchester
Orchester-Dreieck mit Musikern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz
Premiere
03.09.2004

Ort
Schlosstheater Schönbrunn, Schloss Schönbrunn, 1130 Wien

Web
www.dieschweizerfamilie.net Die Aufführung von Joseph Weigls Opernrarität des frühen 19. Jahrhunderts war ein Vorbote zum WIENER MOZARTJAHR 2006 Mit Joseph Weigls Schweizer Familie wurde bereits 2004 - quasi als früher Vorbote von WIENER MOZARTJAHR 2006 - eine der populärsten Opern des frühen 19. Jahrhunderts wieder belebt.
Zu Mozarts 250. Geburtstag 2006 interessiert mehr denn je die Frage, in welchem Umfeld Mozart wirkte, mit welchen Kollegen er zusammenarbeitete und welche jüngeren Komponisten aus seiner Umgebung er nachhaltig beeinflusste. Ins Visier gerät dabei neben Mozarts unmittelbaren Schülern ein zehn Jahre jüngerer Burgenländer aus Eisenstadt, ein Patenkind Joseph Haydns, das später einer der berühmtesten Opernkomponisten seiner Zeit werden sollte: Joseph Weigl.
Die am 14. März 1809 im Kärntnertortheater Wien uraufgeführte und im Herbst 2004 in Wien, Zürich und Berlin wieder ins Leben gerufene Schweizer Familie von Weigl und Ignaz Franz Castelli (Text) war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein dauerhafter Erfolg. In Übersetzungen spielte man sie sogar in ganz Europa.
Als Singspiel mit Musiknummern und gesprochenen Dialogen war sie die populärste deutsche Volksoper zwischen der Zauberflöte und dem Freischütz im Vorfeld der deutschen romantischen Oper.

Pantalon und Columbine

Durchführung
Theater Forum Schwechat

Musikalische Fragmente
W. A. Mozart

Musikalische Rekonstruktion, Auftragswerk-Komposition Prolog und Epilog
Johannes Holik

Rekonstruktion des Librettos, Inszenierung
Milan Sladek

Dirigent
Georg Kugi

Ausstattung
Jan Kocman

Ensemble
Ensemble Neue Streicher, Klosterneuburg

Pantomimen
Juraj Bencik (Dottore), Olinka Feldekova (Columbine), Markus Kofler (Pantalon), u. a.

Premiere
27.06.2006, 20:00, Jugendstiltheater (Uraufführung)
31.08.2006, 20:00, Rothmühle (Freiluftpremiere)

Termine
28.06. - 01.07.2006, 20:00 Jugendstiltheater
01., 02., 06., 07., 08., 09., 13., 14., 15.09.2006, 20:00 Rothmühle

Orte
Jugendstiltheater, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien

Schloss Rothmühle (Schwechat/Rannersdorf), Rothmühlstr. 5,
2320 Schwechat

Tickets & Info
Theater Forum Schwechat, Ehrenbrunng. 24,
2320 Schwechat
Tel.: +43-1-707 82 72
E-mail:
karten@forumschwechat.com

Web
www.forumschwechat.com
www.mozartpantomime.at
www.jugendstiltheater.co.at 1783 komponierte Mozart die Musik zur Pantomime Pantalon und Columbine, bei der er selbst den Harlekin verkörperte. Lediglich eine erste Violinstimme ist von dem Werk noch erhalten, die Handlung ging fast zur Gänze verloren. 1783 komponierte Mozart die Musik zur Pantomime Pantalon und Columbine , bei der er selbst den Harlekin verkörperte. Lediglich eine erste Violinstimme ist von dem Werk noch erhalten, die Handlung ging fast zur Gänze verloren.

Nun wird Pantalon und Columbine durch den Komponisten Johannes Holik musikalisch rekonstruiert. Fehlende Teile werden durch andere Mozartfragmente ersetzt, ein von Johannes Holik als Kompositionsauftrag von WIENER MOZARTJAHR 2006 neu geschaffener „Prolog" und „Epilog" vertont die Rahmenhandlung, die das Publikum aus der heutigen Zeit in die Welt der Mozartpantomime begleiten soll. Milan Sladek rekonstruiert das Szenario der Pantomime und inszeniert den Abend mit einem internationalen Pantomimenensemble.

Columbine und Harlekin sind ein Liebespaar. Der Verbindung stehen Columbines Vater Pantalon und der Dottore im Weg, der Columbine ebenfalls heiraten will und in den Augen Pantalons die bessere Partie abgibt. Natürlich ist Columbine ganz und gar nicht gewillt, den Willen des Vaters zu befolgen ?

Theater an der Wien

Adresse
Theater an der Wien,
Linke Wienzeile 6,
1060 Wien

Tickets
Wien Ticket,
Tel.: +43-1-588 85,
www.wien-ticket.at

Info
Theater an der Wien,
Tel.: +43-1-58830-660

Web
www.theater-wien.at
Seit den Jubiläumsfeiern zu Mozarts 250. Geburtstag im Jänner 2006  präsentiert sich das Theater an der Wien als neues Opernhaus. Seit den Jubiläumsfeiern zu Mozarts 250. Geburtstag im Jänner 2006  präsentiert sich das Theater an der Wien als neues Opernhaus.


Als ganzjährig bespieltes Stagione-Opernhaus eröffnet das Theater an der Wien eine neue, eigenständige Kategorie im anspruchsvollen Wiener Kulturbetrieb. Zwölf Monate im Jahr - mit monatlich einer Premiere - wird Oper im Stagione-System gespielt: das bedeutet gleich bleibende Besetzung von der ersten bis zur letzten Vorstellung und damit kontinuierliche Qualität auf höchstem internationalen Niveau.

Es ist nicht irgendein Theater, sondern das Haus, das Emanuel
Schikaneder, vielseitiges Genie, Schauspieler, Organisationstalent und vor allem Librettist der Zauberflöte , 1801 im Geiste Mozarts in Wien erbauen ließ. Am 8. Jänner 2006 hat eine neue Ära im Theater an der Wien begonnen: Mit einem Inaugurationskonzert wurde das neue Opernhaus der Stadt Wien glanzvoll mit Stars wie Plácido Domingo, Thomas
Quasthoff, Tzimon Barto und Julian Rachlin eröffnet.

Mozarts „unsterbliche Musik" exemplarisch zu präsentieren hat sich das Theater an der Wien für das Jahr 2006 zur Aufgabe gestellt: Mit Idomeneo , La clemenza di Tito , Die Zauberflöte , Cos? fan tutte und Don Giovanni werden fünf der Hauptopern Mozarts als Neuproduk-tionen gezeigt - in außergewöhnlichen Inszenierungen von Willy
Decker, Christof Loy, Krystian Lupa, Patrice Chéreau und Keith Warner. Mit Bertrand de Billy, Paolo Carignagni, Daniel Harding, Fabio Luisi und Seiji Ozawa garantieren erstrangige Maestri anspruchsvolle musikalische Darbietungen.

Darüber hinaus geben Weltstars wie Sir Simon Rattle, Gidon Kremer, Thomas Hampson, Maurizio Pollini, Rudolf Buchbinder und andere in rund 20 Konzerten einen Querschnitt durch das instrumentale Œuvre Wolfgang Amadeus Mozarts.

Das von John Neumeier choreographierte Requiem wird in musikalischer Neueinstudierung in Wien zu sehen sein. Ein außergewöhnlicher Tanzabend mit der Brüsseler Compagnie ROSAS, von Anna Teresa de Keersmaeker choreographiert, wird die Interaktion zwischen Musik (Mozart-Konzertarien) und Tanz darstellen.
So sehr das Theater an der Wien sich der Historie und Mozart verpflichtet fühlt, so wichtig ist dem zukünftigen Opernhaus die Bedeutung der zeitgenössischen Musik. Dies soll mit der Uraufführung von Bernhard Langs I hate Mozart am 8. November 2006 speziell hervorgehoben werden.

Wiener Staatsoper

Ort
Wiener Staatsoper
Opernring 2, 1010 Wien


Tickets
Operng. 2, 1010 Wien
Tel.: +43-1-513 1 513
(mit Kreditkarte)

Info
Tel. : +43-1-51444-7880 oder Ext. -2250

Web
www.wiener-staatsoper.at
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart zählen zu den wichtigsten "Säulen" der Wiener Staatsoper. Das Haus am Ring eröffnete 1869 mit Mozarts Don Juan . Im Rahmen des Opernfestes 1955 stand die Premiere von Don Giovanni am Tag nach der Wiedereröffnung auf dem Programm. Seither wurden rund 2.250 Vorstellungen von Mozartopern an der Wiener Staatsoper zur Aufführung gebracht. Die meist gespielte Oper seit 1955 ist Le nozze di Figaro mit 656 Vorstellungen bis Ende 2005. Le nozze di Figaro steht im Mozartjahr 2006 gemeinsam mit den zwei weiteren Opern, zu denen Lorenzo Da Ponte das Libretto verfasst hat -Don Giovanni und Cos? fan tutte -, auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper.

Mozarts 250. Geburtstag am 27. Jänner 2006 wird mit Die Zauberflöte nachmittags im Haus am Ring und mit der Premiere Idomeneo als Koproduktion im Theater an der Wien abends gefeiert. Als Idomeneo ist Neil Shicoff unter der musikalischen Leitung von Seiji Ozawa zu erleben. Angelika Kirchschlager singt den Idamante, Genia Kühmeier die Ilia und Barbara Frittoli die Elettra. Es inszeniert Willy Decker.


Die zweite Mozart-Premiere wird von der Wiener Staatsoper gemeinsam mit dem Burgtheater koproduziert. Am 1. Mai 2006 wird Die Entführung aus dem Serail im Burgtheater, dem Uraufführungsort, präsentiert - mit Nicholas Ofczarek (Bassa Selim), Diana Damrau (Constanze), Franz Hawlata (Osmin) und Daniel Kirch (Belmonte). Es dirigiert Philippe Jordan, Regie führt Karin Beier (siehe Seite 41).

Auch das mobilkom austria Kinderopernzelt auf der Dachterrasse der Wiener Staatsoper wird mit Bastien und Bastienne ab 2. April 2006 ganz im Zeichen dieses Jubiläums stehen. Das Ballett der Wiener Staatsoper und Volksoper Wien zeigt im Mozartjahr am Haus am Ring Wie es Euch gefällt von John Neumeier mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.


Klänge von Mozart werden auch das Eröffnungsprogramm des 50. Wiener Opernballs seit der Wiedereröffnung am 23. Februar 2006 bestimmen.

Am 5. Dezember 2006, dem Todestag des Komponisten, präsentiert die Wiener Staatsoper Mozarts letztes Werk, das Requiem, mit dem Wiener Staatsopernorchester unter der Leitung von Christian Thielemann.

Volksoper Wien

Adresse
Volksoper Wien, Währinger Str. 78, 1090 Wien
Tel.: +43-1-513 1 513
(mit Kreditkarte)
E-mail: tickets@volksoper.at

Info
Tel.: +43-1-51444 3670

Web
www.volksoper.at
Die Volksoper gilt als wichtigste Wiener Bühne für die Mozartpflege in deutscher Sprache. Die Volksoper gilt nicht nur als Heimstätte für Spieloper, klassische Musicals und Operette, sondern auch als wichtigste Wiener Bühne für die Mozartpflege in deutscher Sprache. Seit 1905 gehören Mozarts Werke zum festen Repertoirebestand des Hauses.


Die Zauberflöte etwa zählt zu den bedeutendsten „Volks-Opern" aller Zeiten und ist deshalb seit Dezember 2005 in einer Neuinszenierung von Helmuth Lohner an der Volksoper Wien zu sehen. Neben dieser Neuproduktion stehen mit Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni und La clemenza di Tito drei weitere Opern des Komponisten in über vierzig Vorstellungen sowie zahlreiche Sonderveranstaltungen im Mozartjahr 2006 auf dem Programm.



Erleben Sie folgende Mozartopern an der Volksoper Wien: Die Zauberflöte (Regie: Helmuth Lohner), Die Hochzeit des Figaro (in deutscher Sprache, Regie: Marco Arturo Marelli), Der Schauspieldirektor (in deutscher Sprache, mit Helmuth Lohner als Schauspieldirektor), La clemenza di Tito (in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, Regie: Nicolas Brieger), Don Giovanni (In deutscher Sprache, Regie: Marco Arturo Marelli).

Mit Leopold Hager ist einer der weltweit führenden Mozart-Interpreten seit der Saison 2005/06 Chefdirigent der Volksoper Wien.

In der Saison 1905/06 begann es mit voller Intensität: Kaum war das „Kaiserjubiläums-Stadttheater" vom Schauspiel aufs Musiktheater umgeschwenkt, eroberten sich die Werke Mozarts einen festen Platz im Repertoire: von Bastien und Bastienne über Die Zauberflöte und Don Giovanni bis zu Die Hochzeit des Figaro.


Die erste Opernvorstellung nach dem Zweiten Weltkrieg, am 1. Mai 1945, fand in der Volksoper statt und galt Mozarts Die Hochzeit des Figaro . Mozart hatte also immer schon ein sehr spezielles Zuhause an der Volksoper, als tragende Säule des Repertoires konnte er sich spätestens mit der Direktionszeit Karl Dönchs ab 1973 durchsetzen: Nacheinander kamen Die Hochzeit des Figaro , Die Entführung aus dem Serail, Die Zauberflöte , Christian Boeschs Adaption für Kinder, „Zauber(flöten)reich Theater" sowie einige Ballettproduktionen auf den Spielplan. Die Produktionen der Da Ponte-Opern Don Giovanni und Die Hochzeit des Figaro aus der Direktionszeit Eberhard Waechter (1987?1992) etwa sind heute noch im Repertoire und erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit.

Wiener Festwochen 2006

Die Zauberflöte

Produktion
Wiener Festwochen

Koproduktion
Festival d’Aix-en-Provence, Theater an der Wien in Kooperation mit / in cooperation with WIENER MOZARTJAHR 2006, Grand Théâtre de Luxembourg, Wiener Festwochen

Musik
W. A. Mozart

Dirigent
Daniel Harding

Regie, Bühne & Licht
Krystian Lupa

Kostüme
Piotr Skiba

Solisten
Olaf Bär, Malin Christensson, Andreas Conrad, Sabina Cvilak, Adrian Eröd, Tijl Faveyts, Lo?c Felix, Günther Groissböck, Helena Juntunen, Barbara Heising, Julia Oesch, Roman Sadnik, Christoph Strehl, Lúbica Vargicová

Orchester
Mahler Chamber Orchestra

Chor
Arnold Schoenberg Chor

Premiere
13.05.2006, 19:00

Termine
15., 17., 19., 21.05.2006, 19:00

Ort
Theater an der Wien


Zaide (Das Serail)


Produktion
Wiener Festwochen

Koproduktion
Lincoln Center for the Performing Arts, New York, Barbican Centre, London

Musik
W. A. Mozart

Dirigent
Louis Langrée

Regie
Peter Sellars

Bühne
George Tsypin

Kostüme
Gabriel Berry

Solisten
Terry Cook, Norman Shankle, Russell Thomas, Alfred Walker, Hyunah Yu

Orchester
Camerata Salzburg

Chor
Mitglieder des Chores der Universität Wien

Premiere
21.05.2006, 20:00

Termine
23., 25., 27.05.2006, 20:00

Ort
Jugendstiltheater, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien


Cos? fan tutte


Koproduktion
Festival d’Aix-en-Provence
Wiener Festwochen, Opéra National de Paris, Theater an der Wien in Kooperation mit WIENER MOZARTJAHR 2006

Musik
W. A. Mozart

Dirigent
Daniel Harding

Regie
Patrice Chéreau

Bühne
Richard Peduzzi

Kostüme
Caroline de Vivaise

Solisten
Stéphane Degout, Elina Garanc˘a, Shawn Mathey, Marie McLaughlin, Ruggero Raimondi, Erin Wall

Orchester
Mahler Chamber Orchestra

Chor
Arnold Schoenberg Chor

Premiere
03.06.2006, 19:00

Termine
05., 07., 09., 11.06.2006, 19:00

Ort
Theater an der Wien, Linke Wienzeile 6, 1060 Wien


Tickets & Info
Festwochen-Service,
Tel. : +43-1-589 22 22

Web
www.festwochen.at 2006 werden die Wiener Festwochen folgende Mozartopern zeigen: Lucio unter Nikolaus Harnoncourt, in einer Inszenierung von Claus Guth, Die Zauberflöte und Cos? fan tutte im Theater an der Wien, Zaide im Jugendstiltheater. Ein Präludium zum Mozartjahr 2006 war die bejubelte Aufführung von Lucio Silla bei den Wiener Festwochen 2005 mit dem Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt, in einer Inszenierung von Claus Guth. Im Mozartjahr 2006 werden die Wiener Festwochen drei weitere Mozartopern zeigen: Die Zauberflöte und Cos? fan tutte im Theater an der Wien, Zaide im Jugendstiltheater.


Die Festwochen-Premiere der Zauberflöte unter der musikalischen Leitung von Daniel Harding ist die erste Opernregie des polnischen Meisterregisseurs Krystian Lupa: „Ich freue mich darauf, wieder aufs Neue das Geheimnis dieser magischen Reise der menschlichen Seele zu entdecken, jenes seltsame Phänomen dieser von Musik erzählten Parabel zu verteidigen - jener kindlichen Einfachheit, die sich im Einklang mit dem tiefen Bildnis der menschlichen Beschaffenheit und der menschlichen Sehnsucht befindet, was, wie es scheint, wohl auf eins herauskommt ?"

Cos? fan tutte ist nach Lucio Silla und Don Giovanni die dritte Mozartregie des international gefeierten französischen Film-, Theater- und Opernregisseurs Patrice Chéreau und seine erste Zusammenarbeit mit Daniel Harding. „Ein Kalligraf der Mozartseelen", titelte „Die Zeit" nach der bejubelten Premiere beim Festival d’Aix-en-Provence: „Bei Chéreau gibt es nur einen leeren Raum, die Figuren, die Musik und die atemberaubende Kunstfertigkeit eines Regisseurs, Klang und Empfindung in Bewegungen umzusetzen."

Ein Präludium zum Mozartjahr 2006 war die bejubelte Aufführung von Lucio Silla bei den Wiener Festwochen 2005 mit dem Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt, in einer Inszenierung von Claus Guth. Im Mozartjahr 2006 werden die Wiener Festwochen drei weitere Mozartopern zeigen: Die Zauberflöte und Cos? fan tutte im Theater an der Wien, Zaide im Jugendstiltheater.


Die Festwochen-Premiere der Zauberflöte unter der musikalischen Leitung von Daniel Harding ist die erste Opernregie des polnischen Meisterregisseurs Krystian Lupa: „Ich freue mich darauf, wieder aufs Neue das Geheimnis dieser magischen Reise der menschlichen Seele zu entdecken, jenes seltsame Phänomen dieser von Musik erzählten Parabel zu verteidigen - jener kindlichen Einfachheit, die sich im Einklang mit dem tiefen Bildnis der menschlichen Beschaffenheit und der menschlichen Sehnsucht befindet, was, wie es scheint, wohl auf eins herauskommt ?"


Veranstalter
Festival "ZAUBERTAGE", Künstlerische Leitung Martin Walch

Musik
Christian Muthspiel
Text
Manfred Karge (nach Johann Nestroy)

Regie
Hermann Beil

Musikalische Leitung
Martin Walch & Christian Muthspiel

Schauspiel
Therese Affolter & Manfred Karge

Ensemble
Merlin Ensemble Wien

Mitwirkende
Manfred Karge u. a.

Premiere / Uraufführung
14.07.2007, 21:00

Termine
15.07.2007, 21:00 

Ort
Schlosshof des Schlosses Spitz
(bei Schlechtwetter im Schlossgewölbe)
Spitz a.d. Donau

Info
Tel: +43-1-58 999

Web
www.wienmozart2006.at
www.christianmuthspiel.com Ein Mozartsches Singspiel nach Nestroy von Christian Muthspiel & Manfred Karge Die instrumentale Besetzung ähnelt jener von Strawinskys Geschichte vom Soldaten . Der formale Aufbau weist Verwandtschaft zu Mozarts Zauberflöte auf. Die Grundlage des Textes stellt Nestroys Talisman dar. Drei völlig unterschiedliche Bühnenwerke. Und doch weisen sie in eine gemeinsame Richtung, die bei der kompositorischen Arbeit so etwas wie ein grundlegendes Phantasie-Biotop darstellen wird.

Drei Volksmärchen. Zaubergeschichten. In der Sprache des Volkes gehaltene Bühnentexte.

Für die neue Komposition suggeriert dies vielfältige Möglichkeiten des Umgangs mit Couplets, Dialogen, Rezitativen, Arien und instrumentalen Teilen. Einer Verbindung von Musik und Text, bei der in vielfältiger Weise der Klang und das Wort einander bedingen. Vom abwechselnden Nacheinander über das behutsame Nebeneinander bis zum durchkomponierten Miteinander.

In enger Zusammenarbeit mit dem Textautor, dem Regisseur und den Musikern soll so eine heutige Geschichte erzählt werden. Mit klein gehaltenem Ensemble, kammermusikalisch.

Das Team Merlin Ensemble Wien, Martin Walch, Hermann Beil und Manfred Karge, hat bereits viele gemeinsame Produktionen realisiert. Nach Arbeiten wie Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten oder Wynton Marsalis’ Des Teufels Geiger  - auch diese Geschichte mittels eines neuen Textes von Manfred Karge ins Jetzt gehoben - entstand die Idee eines gemeinsamen Stückes mit einer neuen Komposition von Christian Muthspiel. Diese Komposition wird 2006 entstehen und 2007 ihre Uraufführung erfahren.

Durchführung
Marionettentheater Schloss Schönbrunn,
Leitung: Christine Hierzer, Werner Hierzer

Musik
W. A. Mozart

Text
Emanuel Schikaneder

Regie
Gerhard Tötschinger

Bühnenbild & Kostümentwurf
Erika Schmitzer-Ebner, Werner Hierzer

Licht
Werner Hierzer

Tontechnik
Euroacoustics, Walter Till


Mitwirkende
Ensemble des Marionettentheaters Schloss Schönbrunn

Termine
Jänner - März:
Sa 19:00, So 16:00
April - Oktober: Mo, Mi, Fr, Sa 19:00, So 16:00
November - Dezember:
Sa 19:00, So 16:00

Ort
Marionettentheater Schloss Schönbrunn,
Schloss Schönbrunn, Hofratstrakt, 1130 Wien

Tickets
Tel. : +43-1-817 32 47
E-mail: office@marionettentheater.at

Web
www.marionettentheater.at Oper von W. A. Mozart - inszeniert für Marionetten Das mehrfach preisgekrönte Marionettentheater Schloss Schönbrunn verbindet die aus der Zeit Kaiserin Maria Theresias stammende Tradition der Marionettenopern mit modernster Bühnen- und Spieltechnik. Der ehemalige „Hofratstrakt" des von der Kaiserin erbauten Schlosses bietet Christine und Werner Hierzers Marionettentheater zudem ein einzigartiges Ambiente. Gespielt wird mit wertvollen, handgefertigten Marionetten aus den eigenen Werkstätten.

Gerhard Tötschingers Inszenierung der Oper Die Zauberflöte bezaubert den Zuseher, begleitet von einer Orchesteraufnahme der Berliner Philharmoniker unter Karl Böhm. Die Aufführung trägt dem Standort des Marionettentheaters Rechnung und verlegt die Handlung gleichsam nach Schönbrunn. Die hohe Führungskunst der Spieler und die Phantasie des Publikums verwandeln den Opernabend in ein ungeahntes Gesamterlebnis. Die Besucher werden hineingezogen in das Rätsel Zauberflöte und erkennen, wenn sie nach der Vorstellung heimwärts durch den Schlosspark gehen, dass sie selbst ein Teil davon gewesen sind.

Durchführung, Organisation
Vereinigte Bühnen Wien

Musik
Sylvester Levay

Text
Michael Kunze

Dirigent
Caspar Richter

Orchester
Orchester der Vereinigten Bühnen Wien

Premiere
04.02.2006, 19:30

Termine
05., 09., 10., 11.02.2006, 19:30

Ort
Raimund Theater
Wallgasse 18-20, 1060 Wien

Tickets
Wien Ticket,
Tel. : +43-1-58 885,
www.wien-ticket.at

Web
www.musicalvienna.at Michael Kunzes & Sylvester Levays gefeiertes Musical MOZART! gibt es als konzertante Aufführung im Raimund Theater zu sehen. Die Vereinigten Bühnen Wien sind im Programm von WIENER MOZARTJAHR 2006 stark vertreten. Unter anderem mit Michael Kunzes & Sylvester Levays gefeiertem Musical MOZART!  - als konzertante Aufführung im Raimund Theater.


MOZART! erlebte seine Uraufführung im Oktober 1999 im Theater an der Wien und lief dort bis zu den Festwochen 2001. Danach übersiedelte das Musical nach Hamburg, kam 2002 in Japan und in den folgenden Jahren auch in Schweden und Ungarn (wo es im Budapester Operettenhaus im Repertoire läuft) auf die Bühne. Im WIENER MOZARTJAHR 2006 kehrt MOZART! nach Wien zurück. Als konzertante Aufführung in Kostüm und Maske.

Michael Kunze und Sylvester Levay geht es bei MOZART! darum, eine zum Klischee gewordene historische Figur von Verkitschung und Vergötterung zu befreien, um sie vom heutigen Standpunkt aus zu entdecken. „Kein Genie ist so faszinierend wie der Mensch dahinter", so das Credo der Musicalmacher. Selbst wenn Mozart nicht Mozart geworden wäre, verdiente seine Lebensgeschichte, heute neu erzählt zu werden.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht ein genialer Künstler, der sich von seinem tyrannisch-liebenden Vater und aus einem System der Bevormundung befreit, um sich als Mensch und Musiker entfalten zu können.

MOZART! erzählt ein Drama des Erwachsenwerdens, das in gewisser Weise jedem vertraut ist: die Kindheit verlassen, um in einer Welt voller Gefahren seinen eigenen Weg zu suchen. Für Mozart war dies besonders schwer, hatte ihn doch sein Vater vor einer staunenden Welt zum Wunderkind erklärt: „Wir haben keine Zeit zu verlieren, denn alle lieben das Wunderkind, aber kein Mensch schert sich darum, wenn ein begabter Musiker mehr auf der Bildfläche erscheint.

Das putzige Porzellankind, das er angeblich war, verfolgte auch noch den erwachsenen Wolfgang wie ein Schatten. Der Wunderknabe komponierte ununterbrochen, während der erwachsene Wolfgang lebte, Karten spielte, trank, liebte oder träumte.

„Verpoppte" Klassik ist den Autoren ein Gräuel. Sylvester Levay lässt Amadeus und seine Musik unangetastet. Den Menschen Wolfgang hingegen schildert er in der musikalischen Sprache der Gegenwart.

Die Entführung aus dem Serail

Durchführung
Wiener Staatsoper in Koproduktion mit dem Burgtheater

Musik
W. A. Mozart

Dirigent
Philippe Jordan

Regie
Karin Beier

Bühnenbild
Jens Kilian

Solisten
Diana Damrau, Julia Rempe; Franz Hawlata, Cosmin Ifrim, Daniel Kirch, Nicholas Ofczarek

Orchester & Chor
Orchester und Chor der Wiener Staatsoper

Premiere
01.05.2006, 19.00 Uhr



Mozart Werke Ges.m.b.H.
von Franz Wittenbrink


Regie und Musikalische Leitung
Franz Wittenbrink

Choreographie
Daniela Mühlbauer

Bühnenbild
Thomas Dreißigacker

Mitwirkende
Kirsten Dene, Dorothee Hartinger, Pauline Knof, Gusti Wolf; Raphael von Bargen, Bernd Birkhahn, Juergen Maurer, u. a.



Ort
Burgtheater, Dr. Karl-Lueger-Ring 2, 1010 Wien


Tickets & Info
Zentrale Kassen der Bundestheater, Operngasse 2, 1010 Wien
Tel. : +43-1-514 44-4140

Web
www.burgtheater.at Erstmals öffnet sich das Haus am Ring der Oper und zeigt Die Entführung aus dem Serail , die 1782 im K.K. Hoftheater uraufgeführt wurde, aus dem das Burgtheater hervorging. Die zeitliche Koinzidenz von Mozartjahr und Burgtheaterjubiläum ermöglicht eines der außergewöhnlichsten Vorhaben in der Geschichte des Burgtheaters. Erstmals öffnet sich das Haus am Ring der Oper und zeigt die von Kaiser Joseph II. in Auftrag gegebene Entführung aus dem Serail , die 1782 im K.K. Hoftheater uraufgeführt wurde. Aus ihm ging das heutige Burgtheater hervor. Die Entführung aus dem Serail , eine Koproduktion mit der Wiener Staatsoper, mit Diana Damrau, Julia Rempe, Franz Hawlata, Cosmin Ifrim, Daniel Kirch und Nicholas Ofczarek, wird am 1. Mai 2006 Premiere haben. Es dirigiert Philippe Jordan, Regie führt Karin Beier.
Einen respektvollen und respektlosen Blick auf Kunst und Kommerz in Zeiten der Mozart-Manie wirft Franz Wittenbrink in Mozart Werke Ges.m.b.H. . Er verbeugt sich vor dem Genius Mozart und versucht, der Geschäftigkeit um Amadeus vor den Jubiläumsfeierlichkeiten eine amüsante Seite abzugewinnen. Mit Kirsten Dene, Dorothee Hartinger, Pauline Knof, Gusti Wolf, Raphael von Bargen, Bernd Birkhahn, Juergen Maurer, Charles Maxwell, Denis Petkovic, Hermann Scheidleder und den Musikern Klaus David Erharter, Franz Wittenbrink, Andreas Radovan.

Durchführung
Wiener Kammeroper

Musik
Stephen Oliver, basierend auf den Skizzen von W. A. Mozart

Text
Stephen Oliver, basierend auf den Skizzen von Giambattista Varesco, ins Italienische übersetzt von Luisa Saviori

Dirigent
Daniel Hoyem-Cavazza


Regie
Nicola Raab

Ausstattung
Thomas Goerge

Licht
Harry Michlits

Solisten
Berit Barfred-Jensen (Auretta), Judith Halász (Celidora), Magdalena Hofmann (Lavina), Maida Karisik (eine seltsame Erscheinung), Andries Cloete Biondello), José Aparicio (Calandrino), Noé Colin (Chiccibio), Philip Zawisza (Don Pippo)

Orchester
Orchester der Wiener Kammeroper

Premiere & Österreichische Erstaufführung
09.05.2006

Ort
Wiener Kammeroper, Fleischmarkt 24, 1010 Wien

Tickets
Brigitte Hajek
Tel: +43-1-512 01 00-77
E-Mail: ticket@wienerkammeroper.at Web
www.wienerkammeroper.at Österreichische Erstaufführung Stephen Olivers Kammeroper „L` oca del Cairo" ist mehr als eine bloße Bearbeitung oder Komplettierung von Mozarts gleichnamigem fragmentarisch erhaltenem „dramma giocoso per musica“, sondern ein sehr subjektives und eigenständiges Werk - geschrieben von einem der schillerndsten Komponisten der jüngeren englischen Opernszene, der bereits im Alter von 42 Jahren viel zu früh verstorben ist.

Mozarts als zweiaktige Oper geplante „L’oca del Cairo“ ist in doppelter Hinsicht  Fragment: zum einen wurde Varescos Libretto nur zum Teil vertont, zum anderen sind die von Mozart komponierten Nummern auch unvollständig ausgearbeitet in Satz und Instrumentierung, d.h. es existieren, mit einer Ausnahme, größtenteils nur Gesangs- und Orchesterbassstimme mit gelegentlichen Instrumentenangaben.

Das Werk steht zeitlich zwischen der „Entführung“ und dem „Schauspieldirektor“ und lässt, vor allem in der Anlage des Finales des 1. Aktes, schon den Mozart der
Da-Ponte-Opern erahnen. Stephen Oliver, für den vor allem Oper von zentraler Bedeutung in seinem eigenen Schaffen war und der mit mehr als 40 Opern, von unter 30-minütigen „Mini-Opern" bis hin zu abendfüllenden Werken auch eine enorme Bandbreite abdeckt, hat sich selbst auch als Handwerker im Sinne der Komponisten des 18. Jahrhunderts gesehen. So verwundert es nicht, dass er dem Festival „Musica nel Chiostro" im toskanischen Batignano Zeit seines Lebens verbunden war, wo insgesamt vier Opern von Stephen Oliver zur Aufführung gelangten, zuletzt 1991 „L`oca del Cairo".

Stephen Oliver hat Varescos Libretto weitergesponnen und die Geschichte, die vor allem durch eine verwirrende Absurdität und Komik besticht, leicht verändert. Alle Original-Skizzen sind stilgetreu ? la Mozart von Oliver instrumentiert und - anstatt sie in der überlieferten Reihenfolge im ersten Akt zu bringen - über beide Akte verteilt.
Die Stunde Musik, die Oliver selbst beigetragen hat, ist modern und in ihrer gemischt-tonalen Sprache, der eher spröden Klanglichkeit und den variablen Metren gewollt kein bisschen wie Mozart. Durch diesen amüsant-schockierenden Kontrast entsteht eine ganz eigene und faszinierende Wirkung, die den im Stück agierenden Figuren eine über jedes Rollenklischee hinausgehende Blickrichtung und Einstellung verschafft.





















































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