Mozarthaus Vienna mit Mozartwohnung des Wien Museums
In der Domgasse Nr. 5 befindet sich die einzige der Wiener Wohnungen
Mozarts, die bis heute erhalten ist. Von September 1784 bis April
1787 lebte Mozart in der repräsentativen Beletage des Hauses in der
Domgasse 5. Es war die größte und teuerste Wohnung seiner Wiener
Jahre, in keiner anderen blieb die Familie so lange. Im Mozarthaus logierte
der Komponist geradezu herrschaftlich: mit vier Zimmern, zwei
Kabinetten und einer Küche. Ab 27. Jänner 2006 präsentiert das Mozarthaus
Vienna auf 1.000 m2 Leben und Werk des Musikgenies. Hier
taucht der Besucher in die Welt Mozarts ein: mit seiner Genialität und
Kreativität, seiner Familie, seinen Freunden und seinen Gegnern im
Wien der späten Barockzeit.
Zusätzlich zu der vom Wien Museum adaptierten Mozartwohnung
erwartet die Besucher im 2. und 3. Stock des Hauses eine authentische
Präsentation der Zeit, in der Mozart lebte, und seiner damaligen
Lebensumstände. Der Mozart-Erlebniswelt ist das berühmte Zitat aus
einem Brief an seinen Vater Leopold vorangestellt: ... ich versichere
sie, daß hier ein Herrlicher ort ist - und für mein Metier der beste ort
von der Welt.
3. Stock: Mozart und seine Zeit in Wien
Im Mittelpunkt der Präsentation stehen Mozarts Wiener Jahre, die den
Höhepunkt seines Schaffens darstellen. Der Besucher beginnt den
Rundgang im dritten Stock des Gebäudes, wo er die einstige Welt Mozarts
erlebt. Eine audiovisuelle Installation konfrontiert das Publikum
mit der persönlichen und gesellschaftlichen Situation Mozarts im Wien
des 18. Jahrhunderts. Sie setzt das Stadtbild des barocken Wien in Beziehung
zur Person. Ein anderer Bereich zeigt die wichtigsten Wiener
Bezugspersonen des Genies: Kaiser, Auftraggeber, Gönner, Mitarbeiter,
Freunde, Theaterfunktionäre und andere seiner Zeitgenossen. Mozarts
Beziehung zu den Freimaurern wird ebenfalls thematisiert.
2. Stock: Das Musikgenie Mozart
Die Präsentation im 2. Stock beschäftigt sich vor allem mit dem Opernkomponisten
Mozart, wobei die drei großen Da Ponte-Opern im Vordergrund
stehen. Der Zauberflöten-Bereich als Krönung und opulentester
Raum des ganzen Parcours demonstriert, dass Mozart keinem
Land und keiner Stadt gehört, sondern der ganzen Welt.
Die Wohnung im 1. Stock - In diesen Räumen hat Mozart gelebt
Nach einem Eintauchen in die Mozart-Erlebniswelt in den oberen
Stockwerken gelangt der Besucher im 1. Stock an den authentischsten
Ort des Gebäudes: die Wohnung Mozarts - jene Räume, in denen
er mit seiner Frau Constanze, seinen Kindern, drei Dienstboten, dem
Hund Gauckerl und dem Vogel Starl gelebt hat.
Im Fokus stehen die intensiven und musikalisch so produktiven zweieinhalb
Jahre, die der Komponist hier verbracht hat. Die Wohnung war
zu Mozarts Zeit ein lauter, unruhiger Ort. Die Mozarts kamen hier am
29. September 1784 mit dem neun Tage alten Säugling Karl Thomas
an, bald folgte ein zweites Kind, das allerdings nach wenigen Wochen
starb. Neben der Familie wohnten hier auch Schüler wie zum Beispiel
das 7-jährige Klavier-Wunderkind Johann Nepomuk Hummel.
Es gab Hauskonzerte und Proben, man lachte und spielte - sei es Kammermusik
oder Billard. Inmitten von Trubel und Hektik schrieb Mozart
die Oper Le nozze di Figaro. Der irische Tenor Michael Kelly bereitete
sich auf die Uraufführung vor, Librettist Lorenzo Da Ponte führte mit
Mozart Fachgespräche. Den täglichen Wahnsinn hält Leopold Mozart
in einem Brief an seine Tochter Nannerl vom 12. März 1785 fest: es
ist ohnmöglich die schererey und Unruhe alles zu beschreiben: deines
Bruders Fortepiano Flügel ist wenigst 12 mahl, seit dem ich hier bin,
aus dem Hause ins Theater oder in ein andres Haus getragen worden.
Die Besucher der Mozart-Wohnung werden in ein Spiel verwickelt, in
dem es um Phantasie geht. Wo stand der Billardtisch? Wo wurde gearbeitet?
Wo schliefen die Dienstboten? Auch die originale Möblierung
muss man imaginieren: Basis für eine Neuentdeckung der Mozartschen
Lebensumstände ist das Nachlassverzeichnis des Komponisten,
in dem penibel große Mengen von Möbeln und Hausrat angeführt sind.
Porträts und andere Exponate aus der Sammlung des Wien Museums
begleiten den Rundgang. Highlights sind das Camesina-Zimmer mit
einer Arbeitsprobe des berühmten Wiener Stuckkünstlers sowie eine
seltene Flötenuhr aus dem späten 18. Jahrhundert, die eine Melodie
Mozarts (KV 616) spielt.
Mozart-Café, Shop und Veranstaltungssaal
Das Café im Erdgeschoss des Hauses Domgasse 5, der Museumsshop
im Nebenhaus und ein Veranstaltungsbereich für Konzerte, Seminare
und Spezialprogramme im Kellergeschoss des Mozarthauses vervollständigen
das Angebot. Alle Details sind in sechs Sprachen unter
www.mozarthausvienna.at abrufbar.
Ein Projekt von Wien Holding, Wien Museum,
Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien
und WIENER MOZARTJAHR 2006
Konzeption & Durchführung MozarthausVienna Errichtungs und Betriebsges.m.b.H. in Kooperation mit dem Wien Museum
Kuratoren
2. und 3. Stock: Joachim Riedl,
1. Stock: Werner Hanak mit Ulrike Spring & Wolfgang Kos
Architekten
Atelier Pichelmann, Klaus Becker
Ausstellungsgestaltung 2. und 3. Stock: Atelier Pichelmann, checkpointmedia AG
1. Stock: Lichtwitz-Büro für visuelle Kommunikation, propeller z, unter Einbeziehung von Holzobjekten von Elsa Prochazka
Eröffnung 27.01.2006
Öffnungszeiten
täglich 10:00 - 20:00
Ort Domgasse 5, 1010 Wien
Tickets Vollpreis Euro 9,-
Senioren, Studenten Euro 7,-
Gruppen Euro 6,-
Kinder bis 12 Jahre Euro 3,-
Schulklassen (Schüler bis 14) Euro 3,-
Info
Tel.: +43-1-5 12 1791
Web
www.mozarthausvienna.at